Boeing erwartet, dass die weltweite Frachterflotte bis 2045 auf mehr als 4.000 Flugzeuge wächst. Diese Prognose veröffentlichte das Unternehmen am Mittwoch in seinem neuen World Air Cargo Forecast.

Für die kommenden 20 Jahre rechnet Boeing mit einem Bedarf von 2.930 neuen und umgebauten Frachtflugzeugen. Die Vorhersage umfasst damit sowohl neu gebaute Maschinen als auch Flugzeuge, die für den Frachttransport umgerüstet werden.

Zulassung für die 737-10 erteilt

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat am 20. Oktober die 737-10 zugelassen und damit den Weg für Auslieferungen freigemacht. Nach Angaben von Boeing bestellten mehr als 30 Kunden insgesamt 1.555 Maschinen dieses Typs.

Das Zulassungsprogramm umfasste nach Unternehmensangaben nahezu 1.000 Testflüge sowie umfangreiche Sicherheitsbewertungen. Im Quartalsbericht vom Dienstag meldete Boeing außerdem eine ergänzte Musterzulassung für die 737-7.

Quartalsverlust und Probleme in der Frachtproduktion

Für das dritte Quartal 2026 wies Boeing am Dienstag einen Umsatz von 24,188 Milliarden $ aus. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 116 Millionen $.

Der operative Cashflow erreichte 1,496 Milliarden $. Den gesamten Auftragsbestand bezifferte Boeing auf den Rekordwert von 745 Milliarden $. Das Unternehmen reichte die Quartalsergebnisse am Dienstag auch mit einer Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC ein.

In der Frachtflugzeugproduktion berichtete Reuters am 23. Oktober dagegen über erhebliche Störungen durch einen Streit mit dem Zulieferer Vaero aus Florida. Dem Bericht zufolge stand die Produktion des 777-Frachters seit fast zwei Monaten still.

Der Konflikt beeinträchtigte zudem die Fertigung der 767, einschließlich der KC-46-Tankflugzeuge. Laut Reuters bezifferte Boeing die Kosten der Unterbrechung in einer im August eingereichten Klage auf bis zu 6,5 Millionen $ täglich.