In gut sechs Stunden von Montreal nach Nizza — Bombardier setzt mit dem Global 8000 ein deutliches Ausrufezeichen. Der neue Businessjet stellte auf seinem Jungfernflug einen Geschwindigkeitsrekord für zivile Flugzeuge auf. An Bord saß auch CEO Éric Martel.
Der Global 8000 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,95. Mit einer Reichweite von 8.000 Seemeilen zielt Bombardier auf die Spitze des Marktes für Luxusflieger. Diese Leistung unterstreicht den Wandel des Unternehmens.
Vom Krisenfall zum Spezialisten
Bombardier hat sich radikal gewandelt. Früher ein hochverschuldeter Mischkonzern, konzentriert sich das Management heute rein auf Businessjets. Der Erfolg zeigt sich an der Börse. Trotz eines Kursrücksetzers am Freitag auf 305,04 CAD legte die Aktie auf Jahressicht um rund 206 Prozent zu.
Die Nachfrage nach Privatjets bleibt weltweit hoch. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Auslieferungen branchenweit um fast 15 Prozent. Bombardier selbst übergab in diesem Zeitraum 24 Maschinen an Kunden.
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Im gleichen Schritt wächst der Auftragsbestand massiv. Dieser kletterte im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 20,3 Milliarden US-Dollar. Das Management hob deshalb die Prognose für den freien Cashflow an. Statt bisher maximal einer Milliarde US-Dollar wird dieser Wert nun als Mindestziel für 2026 gesetzt.
Neue Impulse durch Verteidigungsaufträge
Zusätzliche Fantasie liefert das Militärgeschäft. Nach einem Großauftrag der kanadischen Regierung hofft Bombardier nun auf Bestellungen der NATO. Dabei geht es um das Überwachungsflugzeug GlobalEye, das auf der bewährten Global-Plattform basiert.
Die finanzielle Basis festigt sich zusehends. Bis zum Jahresende will der Konzern die Nettoverschuldung auf das 1,5-Fache des operativen Ergebnisses senken. Am 2. Juni erreichte die Aktie mit 329,16 CAD ein neues 52-Wochen-Hoch.
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