BP Aktie: Milliarden-Coup im Biosprit-Geschäft

BP gründet mit Corteva das Joint Venture Etlas für die Produktion von Biokraftstoffen, sieht sich aber kurzfristig durch fallende Ölpreise unter Druck.

BP Aktie
Kurz & knapp:
  • Gemeinschaftsunternehmen soll eine Million Tonnen Pflanzenöl jährlich produzieren
  • Erste Lieferungen von nachhaltigem Flugtreibstoff für 2027 geplant
  • Markt für erneuerbare Kraftstoffe wächst in den kommenden Jahren rapide
  • Aktie leidet kurzfristig unter gesunkenen Ölpreisen

Der britische Ölkonzern schlägt ein neues Kapitel auf: Gemeinsam mit dem US-Agrarriesen Corteva startet BP das Joint Venture Etlas – ein Milliarden-Projekt, das den Markt für nachhaltigen Flugkraftstoff aufmischen könnte. Doch während die langfristigen Aussichten vielversprechend klingen, belastet ein ganz anderes Thema die Aktie kurzfristig.

Die Zahlen des neuen Gemeinschaftsunternehmens haben es in sich: Bis Mitte der 2030er Jahre soll Etlas jährlich eine Million Tonnen Pflanzenöl produzieren – genug, um daraus über 800.000 Tonnen Biokraftstoff herzustellen. Erste Lieferungen sind bereits 2027 geplant. Die Arbeitsteilung ist klar geregelt: Corteva entwickelt spezielle Pflanzen wie Raps, Senf und Sonnenblumen, während BP die Raffination und Vermarktung übernimmt.

Warum jetzt diese Offensive?

Der Markt für nachhaltige Treibstoffe explodiert regelrecht. Branchenschätzungen zufolge wird die weltweite Nachfrage nach synthetischem Kerosin von rund einer Million Tonnen 2024 auf bis zu zehn Millionen Tonnen 2030 hochschnellen. Bei erneuerbarem Diesel erwartet die Industrie einen Anstieg von 17 auf 35 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum. BP positioniert sich damit strategisch in einem Zukunftsmarkt, der von regulatorischen Vorgaben und Dekarbonisierungszielen der Luftfahrtindustrie befeuert wird.

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Ein cleverer Schachzug: Die Rohstoffe sollen auf bestehenden Anbauflächen zwischen den Haupterntezeiten kultiviert werden – ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Landwirte erhalten damit eine zusätzliche Einnahmequelle, ohne ihre Felder umwidmen zu müssen.

Venezuela drückt auf die Stimmung

Ausgerechnet am Tag der Bekanntgabe bremst eine andere Nachricht die Euphorie: US-Präsident Donald Trump verkündete einen Deal über Rohölimporte aus Venezuela im Wert von zwei Milliarden Dollar. Die Folge: Sinkende Ölpreise und fallende Energieaktien. BP rutschte am Mittwoch um 2,9 Prozent ab, während der britische Wettbewerber Shell 1,8 Prozent einbüßte.

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Die Ironie der Situation liegt auf der Hand: Während BP langfristig auf erneuerbare Kraftstoffe setzt, leidet die Aktie kurzfristig unter klassischen Ölmarkt-Turbulenzen. Das zeigt, wie stark der Konzern noch immer vom fossilen Geschäft abhängt – und warum die Transformation zum Energie-Allrounder so dringend ist.

Das Etlas-Projekt ist ein wichtiger Baustein dieser Strategie. Ob es reicht, um Investoren zu überzeugen, wird sich zeigen. Für 2027 stehen die ersten Lieferungen an – bis dahin bleibt BP zwischen den Welten gefangen.

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