Das Bergbauunternehmen Brazilian Rare Earths (BRE) hat mit der Vorlage des Quartalsberichts zum 30. Juni 2026 umfassende Fortschritte bei seinen Explorationsaktivitäten sowie bei der strategischen Neuausrichtung dokumentiert. Im Zentrum stehen dabei hochgradige Funde im Monte-Alto-Distrikt und der erfolgreiche Abschluss des Börsengangs der Tochtergesellschaft Alurion Resources.
Explorationserfolge im Velhinhas-Korridor
Wie das Unternehmen berichtet, konnte durch luftgestützte Geophysik im Bereich Velhinhas ein neuer Korridor für Seltene Erden mit einer Länge von mehr als 9 Kilometern identifiziert werden. Dieser erstreckt sich südlich des bestehenden Monte-Alto-Projekts im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Erste Bohrungen in diesem Gebiet lieferten Spitzenwerte von bis zu 19,6 % TREO (Total Rare Earth Oxides).
Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Geologen dem Bohrloch MADD0210. Hier wurde ein Abschnitt von 2,5 Metern mit einem Gehalt von 7,5 % TREO durchstoßen, der einen Kernbereich von 1,3 Metern mit 10,9 % TREO sowie einen Yttrium-Oxid-Anteil von 5,8 % enthielt. Laut Kalkine bestätigen diese Ergebnisse das Potenzial für schwere Seltene Erden und Yttrium innerhalb des Distrikts. In einigen Proben machte Yttrium mehr als die Hälfte des gesamten Seltenerd-Oxid-Gehalts aus. Zudem wurden signifikante Konzentrationen von Neodym-Praseodym (NdPr), Dysprosium und Terbium nachgewiesen. Ergänzend dazu lieferte eine Auger-Bohrung (STU2478) Ergebnisse von 12 Metern mit 8,7 % TREO.
Börsengang von Alurion Resources vor dem Abschluss
Parallel zur operativen Exploration schloss Brazilian Rare Earths die Abspaltung des Amargosa-Bauxit-Projekts ab. Die Aktionäre stimmten dem Demerger von Alurion Resources mit einer Mehrheit von 99,94 % zu. Das anschließende Initial Public Offering (IPO) von Alurion war Medienberichten zufolge überzeichnet und sammelte insgesamt 50 Millionen Australische Dollar (A$) ein. Dabei wurden rund 47,6 Millionen Aktien zu einem Preis von je 1,05 A$ ausgegeben, was einer Marktkapitalisierung von etwa 256 Millionen A$ entspricht.
Brazilian Rare Earths bleibt weiterhin substanziell an dem Projekt beteiligt und hält nach dem Börsengang einen Anteil von rund 16 %, der mit etwa 41 Millionen A$ bewertet wird. Die Notierung von Alurion an der australischen Börse ASX wird für den 30. Juli 2026 erwartet, der reguläre Handelsstart ist für den 3. August unter dem Kürzel „ALU“ geplant. Das Amargosa-Projekt verfügt laut Berichten des Magazins VEJA über eine Ressource von 568 Millionen Tonnen Bauxit und 27,1 Millionen Kilogramm Gallium. Eine erste Produktionsphase mit einem Ziel von 5 Millionen Tonnen pro Jahr ist für 2029 avisiert.
Finanzielle Lage und strategischer Ausblick
Trotz der umfangreichen Aktivitäten verfügt das Unternehmen über eine solide Liquiditätsbasis. Zum Ende des Quartals wies Brazilian Rare Earths einen Kassenbestand von 135,1 Millionen A$ aus, nach 147,2 Millionen A$ im vorangegangenen Zeitraum. Im Berichtszeitraum wurden 13,4 Millionen A$ in die Exploration investiert. Für den Monat August plant das Management die Veröffentlichung einer ersten Ressourcenschätzung (MRE) sowie einer Scoping-Studie für das Monte-Alto-Projekt.
Die Tochtergesellschaft Borborema Recursos Estratégicos plant laut Berichten aus Bahia zudem Investitionen in Höhe von 3,6 Milliarden Brasilianischen Real in ein integriertes Seltenerd-Projekt. Ziel ist der Aufbau einer Verarbeitungsindustrie in den Gemeinden UbaÃra und Jiquiriçá, wobei der Produktionsstart für Ende 2029 vorgesehen ist.
Am Aktienmarkt notiert der Aktueller Kurs bei 2,32 €, was einer Tagesveränderung von -7,20% entspricht. Damit bewegt sich das Papier unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, der bei 3,04 € liegt. Analysten bewerten die Entwicklung des Unternehmens Medienberichten zufolge weiterhin positiv und rufen für den Titel ein Kursziel von 6,95 A$ auf.
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