Der Halbleiter-Riese Broadcom steckt in einem Zerrbild. Während die eigene KI-Strategie Fahrt aufnimmt und Analysten die Kursziele nach oben schrauben, reißt ein schwächelnder Wettbewerber den gesamten Sektor in den Abgrund. Die Aktie gab am Freitag spürbar nach – doch steckt dahinter mehr als nur branchenweite Nervosität?
Sektor-Schock durch Marvell
Auslöser für den Rücksetzer von rund 4% war die enttäuschende Prognose des Konkurrenten Marvell Technology. Dessen vorsichtige Aussichten verunsicherten Anleger im gesamten Chip-Sektor und demonstrierten die aktuelle Marktnervosität. Selbst positive unternehmenseigene Signale werden momentan von branchenweiten Sorgen überlagert.
Analysten feuern Bullen-Kanonen
Doch im Hintergrund läuft es für Broadcom besser denn je. Gleich mehrere große Analysehäuser bekräftigten in den letzten Tagen ihre Kaufempfehlungen:
– UBS erhöhte das Kursziel deutlich von 290 auf 345 US-Dollar
– Citi erwartet aufgrund der starken KI-Nachfrage eine Übererfüllung der Gewinnschätzungen
– HSBC stufte die Aktie sogar auf „Kaufen“ hoch
– Oppenheimer bestätigte seine „Outperform“-Einstufung
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KI-Offensive bei VMware
Zusätzlichen Rückenwind lieferte Broadcom auf der hauseigenen VMware Explore 2025. Das Unternehmen integriert die „VMware Private AI Foundation“ ohne Aufpreis in die Kernplattform VMware Cloud Foundation. CEO Hock Tan präsentierte VCF 9.0 als vereinheitlichte Private Cloud-Plattform – ein strategischer Schachzug für die Zukunft. Erweiterte Sicherheits- und Compliance-Dienste stärken das Software-Angebot zusätzlich.
Alles steht und fällt mit dem Quartalsbericht
Die eigentliche Bewährungsprobe kommt am 4. September: Dann veröffentlicht Broadcom seine Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Umsatz von circa 15,8 Milliarden US-Dollar und ein Ergebnis je Aktie von rund 1,66 US-Dollar. Der entscheidende Faktor wird die Entwicklung im KI-Segment sein. Das Management hatte bereits beschleunigtes Wachstum prophezeit, getrieben durch die Nachfrage von Hyperscale-Partnern.
Die Stärke von Broadcom liegt im diversifizierten Geschäftsmodell – Halbleiter plus Infrastruktursoftware durch die VMware-Übernahme. Doch die Marvell-Zahlen zeigen: Der Markt hat aktuell keine Toleranz für Enttäuschungen. Technisch hielt die Aktie immerhin den 20-Tage-Durchschnitt – der Aufwärtstrend bleibt vorerst intakt. Jetzt muss Broadcom liefern.
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