Meta und Broadcom haben eine strategische Partnerschaft geschlossen — und die ist größer als viele erwartet hatten. Der Deal, am 14. April 2026 verkündet, sichert Broadcom die Rolle als zentraler Chip-Architekt für Metas KI-Infrastruktur bis mindestens 2029.
Gigawatt-Auftrag mit Ansage
Der erste Auftrag überschreitet bereits ein Gigawatt. Das ist ausdrücklich nur die erste Phase eines geplanten Multi-Gigawatt-Rollouts. Broadcom liefert die Technologie für Metas hauseigene MTIA-Chips — und die haben es in sich: Es sind die ersten KI-Chips der Industrie, die im 2-Nanometer-Prozess gefertigt werden.
Technisch steuert Broadcom seine XPU-Plattform bei, dazu Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Switches, optische Verbindungen und PCIe-Switches. Das Ziel: eine latenzarme Netzwerkarchitektur für riesige KI-Rechenzentren. Meta will damit seine Abhängigkeit von teuren und schwer verfügbaren Nvidia-GPUs reduzieren.
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Der Kontext macht den Deal noch gewichtiger. Meta hat für 2026 Investitionsausgaben von mehr als 135 Milliarden Dollar angekündigt. Ein erheblicher Teil fließt in eigene Chip-Infrastruktur — und Broadcom ist jetzt der Hauptlieferant.
Hock Tan wechselt die Seite
Bemerkenswert ist auch eine Governance-Änderung am Rande. Broadcom-CEO Hock Tan, seit 2024 im Meta-Aufsichtsrat, kandidiert nicht erneut für das Gremium. Stattdessen übernimmt er eine Beraterrolle und soll Meta künftig bei der Chip-Strategie unterstützen. Ein ungewöhnlicher Schritt — der aber zeigt, wie eng die beiden Unternehmen künftig zusammenarbeiten wollen.
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Kurs klettert, Backlog wächst
Die Märkte reagierten prompt. Die Broadcom-Aktie legte nach der Meldung im nachbörslichen Handel mehr als drei Prozent zu. Mit einem Schlusskurs von 320,90 Euro liegt das Papier seit Jahresbeginn rund acht Prozent im Plus — und notiert damit deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 286 Euro.
Der Meta-Deal ist kein Einzelfall. Erst acht Tage zuvor hatte Anthropic einen Auftrag über 3,5 Gigawatt TPUs ab 2027 bekannt gegeben. Anthropic kauft in diesem Jahr bereits TPUs im Wert von 21 Milliarden Dollar. Broadcom selbst hatte für das Geschäftsjahr 2027 einen KI-Chip-Umsatz von 100 Milliarden Dollar prognostiziert — mit Google als Anker-Kunde bis 2031, Anthropic an Bord und jetzt Meta als neuem Großabnehmer dürfte diese Zahl eher als Untergrenze gelten.
Rund 92 Prozent der Analysten empfehlen die Aktie mit „Kaufen“ oder „Stark kaufen“. Das Q1-Ergebnis 2026 übertraf die Erwartungen mit 29,5 Prozent Umsatzwachstum und einem KI-Umsatz, der sich mehr als verdoppelte. Der Auftragsbestand für Custom-AI-Chips liegt bei 73 Milliarden Dollar. Mit jedem neuen Hyperscaler-Deal wird dieser Puffer größer.
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