Alphabet hat seine Investitionsplanung für das laufende Jahr erneut nach oben korrigiert — auf eine Spanne von 180 bis 190 Milliarden Dollar, überwiegend für KI-Infrastruktur. Für Broadcom ist das keine abstrakte Meldung, sondern bares Geld.
Strukturelle Partnerschaft mit langer Laufzeit
Broadcom entwickelt gemeinsam mit Alphabet die sogenannten Tensor Processing Units (TPUs), maßgeschneiderte Chips für KI-Rechenzentren. Laut einer Wertpapiereinreichung haben beide Unternehmen einen Langzeitvertrag geschlossen: Broadcom liefert und entwickelt TPUs sowie Netzwerkkomponenten für Googles nächste KI-Rack-Generation bis 2031. Nach Schätzungen der Citigroup entfielen im Geschäftsjahr 2025 knapp 13 Milliarden Dollar des ASIC-Umsatzes von Broadcom allein auf Alphabet.
Hinzu kommt eine Vereinbarung mit dem KI-Startup Anthropic, das ab 2027 Zugang zu rund 3,5 Gigawatt TPU-basierter Rechenleistung erhält. Damit reicht die Umsatzsichtbarkeit weit über typische Halbleiterzyklen hinaus.
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Sechs XPU-Kunden, ein Marktanteil von 60 Prozent
Alphabet ist nicht der einzige Wachstumstreiber. Meta hat seine Investitionsplanung ebenfalls erhöht und will in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar ausgeben. Insgesamt summieren sich die Kapitalausgaben von Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta in diesem Jahr auf annähernd 700 Milliarden Dollar — ein Markt, in dem Broadcom strukturell gut positioniert ist.
Das Kundenportfolio umfasst inzwischen sechs bekannte XPU-Abnehmer: Google, Meta, ByteDance, Anthropic, Fujitsu und OpenAI, ergänzt um zwei nicht namentlich genannte Accounts. Bis 2027 soll Broadcom rund 60 Prozent des ASIC-Markts auf sich vereinen.
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Zahlen, die für sich sprechen
Die Quartalsergebnisse unterstreichen das Tempo. Der KI-Halbleiterumsatz stieg zuletzt um 106 Prozent im Jahresvergleich auf 8,4 Milliarden Dollar — über der eigenen Guidance. Das Netzwerkgeschäft wuchs um 60 Prozent und machte 33 Prozent des KI-Umsatzes aus; für das laufende Quartal peilt das Management 40 Prozent an.
Bis 2027 will Broadcom einen KI-Umsatz von 100 Milliarden Dollar erreichen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2025 waren es 15 Milliarden Dollar. Die Wall-Street-Konsensschätzungen für den Gesamtumsatz 2027 kletterten zwischen Februar und April allein um rund 24 Milliarden Dollar nach oben — eine für Megacap-Halbleiter ungewöhnlich schnelle Revision.
Die Aktie notiert mit rund 357 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn bereits gut 20 Prozent im Plus. 48 Analysten empfehlen den Titel zum Kauf, kein einziger rät zum Verkauf; das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 471 Dollar. Alphabets Ankündigung, die Ausgaben 2027 nochmals „deutlich“ zu steigern, dürfte diese Erwartungen weiter festigen.
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