Broadcom: Alphabet erhöht Capex auf 190 Milliarden

Broadcom profitiert massiv von Alphabets erhöhten KI-Investitionen und sichert sich langfristige TPU-Lieferverträge bis 2031.

Broadcom Aktie
Kurz & knapp:
  • Langfristiger TPU-Vertrag mit Google
  • KI-Umsatz verdoppelt auf 8,4 Milliarden
  • Sechs große XPU-Kunden im Portfolio
  • Kursziel der Analysten bei 471 Dollar

Alphabet hat seine Investitionsplanung für das laufende Jahr erneut nach oben korrigiert — auf eine Spanne von 180 bis 190 Milliarden Dollar, überwiegend für KI-Infrastruktur. Für Broadcom ist das keine abstrakte Meldung, sondern bares Geld.

Strukturelle Partnerschaft mit langer Laufzeit

Broadcom entwickelt gemeinsam mit Alphabet die sogenannten Tensor Processing Units (TPUs), maßgeschneiderte Chips für KI-Rechenzentren. Laut einer Wertpapiereinreichung haben beide Unternehmen einen Langzeitvertrag geschlossen: Broadcom liefert und entwickelt TPUs sowie Netzwerkkomponenten für Googles nächste KI-Rack-Generation bis 2031. Nach Schätzungen der Citigroup entfielen im Geschäftsjahr 2025 knapp 13 Milliarden Dollar des ASIC-Umsatzes von Broadcom allein auf Alphabet.

Hinzu kommt eine Vereinbarung mit dem KI-Startup Anthropic, das ab 2027 Zugang zu rund 3,5 Gigawatt TPU-basierter Rechenleistung erhält. Damit reicht die Umsatzsichtbarkeit weit über typische Halbleiterzyklen hinaus.

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Sechs XPU-Kunden, ein Marktanteil von 60 Prozent

Alphabet ist nicht der einzige Wachstumstreiber. Meta hat seine Investitionsplanung ebenfalls erhöht und will in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar ausgeben. Insgesamt summieren sich die Kapitalausgaben von Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta in diesem Jahr auf annähernd 700 Milliarden Dollar — ein Markt, in dem Broadcom strukturell gut positioniert ist.

Das Kundenportfolio umfasst inzwischen sechs bekannte XPU-Abnehmer: Google, Meta, ByteDance, Anthropic, Fujitsu und OpenAI, ergänzt um zwei nicht namentlich genannte Accounts. Bis 2027 soll Broadcom rund 60 Prozent des ASIC-Markts auf sich vereinen.

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Zahlen, die für sich sprechen

Die Quartalsergebnisse unterstreichen das Tempo. Der KI-Halbleiterumsatz stieg zuletzt um 106 Prozent im Jahresvergleich auf 8,4 Milliarden Dollar — über der eigenen Guidance. Das Netzwerkgeschäft wuchs um 60 Prozent und machte 33 Prozent des KI-Umsatzes aus; für das laufende Quartal peilt das Management 40 Prozent an.

Bis 2027 will Broadcom einen KI-Umsatz von 100 Milliarden Dollar erreichen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2025 waren es 15 Milliarden Dollar. Die Wall-Street-Konsensschätzungen für den Gesamtumsatz 2027 kletterten zwischen Februar und April allein um rund 24 Milliarden Dollar nach oben — eine für Megacap-Halbleiter ungewöhnlich schnelle Revision.

Die Aktie notiert mit rund 357 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn bereits gut 20 Prozent im Plus. 48 Analysten empfehlen den Titel zum Kauf, kein einziger rät zum Verkauf; das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 471 Dollar. Alphabets Ankündigung, die Ausgaben 2027 nochmals „deutlich“ zu steigern, dürfte diese Erwartungen weiter festigen.

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Über Dieter Jaworski 3751 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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