BYD hat die Anleger am Donnerstag enttäuscht. Mit einem Kursrückgang von 3,3 % stürzt die Aktie derzeit sogar etwas ab. Das Papier ist bei 7,74 Euro angekommen und damit deutlich schwächer, als die meisten Beobachter erhofft oder erwartet hatten.

Die Aktie hat inzwischen das Niveau von Ende Juni unterschritten, als BYD bereits einmal die Marke von 8 Euro berührt hatte. Das bedeutet: BYD befindet sich weiterhin auf dem Weg nach unten.

Diese Entwicklung hatte sich zuletzt bereits angedeutet. Denn die Märkte hatten in keiner Weise honoriert, wie stark das Unternehmen im Ausland wächst. Stattdessen konzentrieren sich die Anleger vor allem darauf, dass BYD auf dem chinesischen Heimatmarkt deutlich an Boden verliert.

Nun kamen die Zahlen für das dritte Quartal hinzu, die insgesamt enttäuscht haben, so jedenfalls die Reaktionen an den Börsen. Das Unternehmen konnte zwar einen steigenden Gewinn melden, allerdings fiel das Wachstum schwächer aus, als Analysten erwartet hatten.

Diese Zahlen haben eher enttäuscht

Im dritten Quartal erzielte BYD einen Nettogewinn von 10,02 Milliarden Yuan. Das Ergebnis je Aktie wurde mit 1,10 Yuan angegeben. Das Vorjahresniveau wurde damit deutlich übertroffen. Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres gelang eine Gewinnsteigerung um 28 %.

Das Ergebnis je Aktie konnte sogar um 29 % gesteigert werden. Der Umsatz kletterte auf 221,5 Milliarden Yuan und lag damit 14 % über dem Vorjahreswert.

In diesem Vergleich sind die Zahlen also durchaus positiv. Dennoch wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Wie hoch diese Erwartungen im Einzelnen waren, ist allerdings nicht eindeutig, sodass sich die Enttäuschung nicht ohne Weiteres an einer einzigen Kennzahl festmachen lässt.

BYD dürfte insgesamt im Ausland weiter wachsen. Die Zahlen der vergangenen Monate zeigen diese Entwicklung deutlich. Die Schwäche auf dem chinesischen Heimatmarkt scheint allerdings weiterhin die Stimmung an den Börsen zu prägen.

Insofern sind nach den ersten Reaktionen auf die Quartalszahlen möglicherweise auch Abstufungen durch Analysten zu erwarten. Allerdings liegen die bisherigen Kursziele so weit über der aktuellen Notierung, dass die Aktie selbst nach möglichen Korrekturen aus Analystensicht noch immer deutlich unterbewertet sein könnte.

Das bedeutet: Das Unternehmen wird profitabler, es wächst und erwirtschaftet höhere Gewinne. Die Analysten bleiben zuversichtlich. Die Kurse an den Börsen sinken dennoch. Damit zeigt sich bei BYD weiterhin ein deutlicher Widerspruch zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und der Bewertung seiner Aktie.