BYD verkauft wieder mehr Fahrzeuge als im Vormonat. Das hilft der Stimmung, löst aber nicht das Kernproblem. Auf Jahressicht bleibt der Absatz klar unter Druck.
Im April kam BYD auf 321.123 verkaufte New-Energy-Fahrzeuge. Gegenüber März war das ein Plus von 6,96 Prozent. Der Monatsanstieg trifft damit auf einen schwachen Grundtrend.
Zum achten Mal in Folge sanken die Verkäufe im Jahresvergleich. Im April lag das Minus bei 15,51 Prozent. Nach den ersten vier Monaten stehen 1.021.586 NEV-Verkäufe in den Büchern, deutlich weniger als im Vorjahr.
China bremst das Wachstum
Der Druck kommt vor allem aus dem Heimatmarkt. In China kämpfen Hersteller mit schwächerer Nachfrage und hartem Wettbewerb. Preisaktionen, neue Modelle und hohe Kosten drücken auf die Marge.
Bei Pkw sank die Produktion im April auf 317.244 Fahrzeuge. Das war ein Rückgang um 28,63 Prozent zum Vorjahr. Der Pkw-Absatz lag bei 314.100 Einheiten und damit ebenfalls klar niedriger.
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Auffällig ist die fast perfekte Balance im Antriebsmix. BYD verkaufte 156.944 reine Elektroautos. Bei Plug-in-Hybriden waren es 157.156 Fahrzeuge.
Nutzfahrzeuge blieben schwach. In diesem Bereich verkaufte BYD 7.023 Fahrzeuge, ein Minus von 16,62 Prozent. Busse liefen gegen den Trend besser.
Auslandsgeschäft wird wichtiger
Der stärkste Lichtblick liegt außerhalb Chinas. BYD setzte im Ausland 134.542 Pkw und Pick-ups ab. Das entspricht einem Plus von 70,9 Prozent zum Vorjahr und einem Anteil von 41,9 Prozent am Gesamtabsatz.
Damit verschiebt sich die Erzählung. BYD bleibt in China unter Druck, gewinnt international aber Tempo. Gerade weil der US-Markt kaum offensteht, ist diese Entwicklung wichtig.
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Auch die Markenstruktur zeigt ein gemischtes Bild. Die Hauptmarken Dynasty und Ocean tragen weiter den Großteil des Volumens. Fang Cheng Bao wächst stark, Denza erholt sich zum Vormonat, Yangwang bleibt eine kleine Luxusnische.
Der operative Druck zeigt sich bereits in den Zahlen. Im ersten Quartal fiel der Nettogewinn um 55,38 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan. Das entspricht rund 599 Millionen Dollar.
Technik als Gegenmittel
BYD setzt nun stärker auf neue Modelle und Ladeleistung. Der Konzern bringt Fahrzeuge mit ultraschneller Ladetechnik und der zweiten Generation der Blade-Batterie auf den Markt. Das Ziel: mehr Differenzierung in einem zunehmend engen Markt.
Parallel dazu plant BYD ein Netz aus 4.000 Megawatt-Schnellladestationen bis 2026. Solche Investitionen sollen die Marke stützen und die Nutzung reiner Elektroautos attraktiver machen.
Die April-Zahlen liefern damit ein klares Muster: International wächst BYD stark, im Heimatmarkt bleibt der Druck hoch. Hält der Auslandsanteil auf diesem Niveau, kann der Konzern den schwächeren China-Absatz besser abfedern. Rutscht er zurück, rückt der Gewinnrückgang wieder stärker in den Vordergrund.
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