BYD hat am Freitag einen kräftigen Rückschlag an der Börse hinnehmen müssen. Die Aktie verlor rund 2,5 % und fiel auf 8,36 Euro. Damit wird die charttechnische Lage erneut schwieriger. Bis zur 200-Tage-Linie fehlen rund 15,4 %, während die Marke von 10 Euro weiterhin deutlich über dem aktuellen Kurs liegt.
Dabei stehen gerade die Exportzahlen im Mittelpunkt. Die offiziellen Septemberdaten sind nach den vorliegenden Angaben noch nicht vollständig in den Kurs eingeflossen. Das könnte sich im Tagesverlauf ändern, denn BYD hat seine internationalen Verkäufe deutlich ausgeweitet. Tatsächlich sind die Exportzahlen offensichtlich vielversprechend.
BYD wird liefern. Die Börsen müssen lediglich hinsehen
Im September gingen 179.877 Pkw und Pickups ins Ausland. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg von gut 154 %. Fast 39 % der gesamten Verkäufe entfielen damit bereits auf internationale Märkte. Der chinesische Heimatmarkt entwickelte sich dagegen schwächer: Dort sank der Absatz um rund 13 % auf 282.861 Fahrzeuge. Auch die Quartalsbilanz der Auslieferungen fällt kräftig aus. Im dritten Quartal verkaufte BYD mehr als 1,32 Millionen Fahrzeuge, rund 19 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Ende September summiert sich der Absatz auf etwa 3,13 Millionen Fahrzeuge. Der Exportanteil liegt inzwischen bei mehr als 42 %.
Damit rückt das Auslandsgeschäft für BYD immer stärker in den Vordergrund. Für das Gesamtjahr erscheinen Exporte von 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeugen nach den vorliegenden Zahlen erreichbar. Sollte diese Größenordnung bestätigt werden, wäre das ein deutlicher Sprung bei der Internationalisierung. Die Börse bewertet diese Entwicklung bislang zurückhaltend. Analysten sehen BYD im Durchschnitt bei ungefähr 14 Euro. Der aktuelle Kurs von 8,36 Euro liegt damit noch extrem weit darunter.
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