BYD war gestern wieder unter die Räder gekommen. -3,44 % waren dabei der Beleg dafür, dass die Aktie den Abwärtstrend ausbaut. 8,45 Euro sind es gerade noch an den Märkten und damit ein Niveau, das viel zu schwach für eine spontane Trendänderung ist. Am Mittwoch legen die Chinesen minimal zu und sind wieder bei 8,50 Euro gelandet. Das ändert an der Betrachtung indes nichts.
BYD müsste an sich deutlich höher notieren
Die Kursentwicklung passt damit weiterhin kaum zur wirtschaftlichen Entwicklung. Seit dem Frühjahr ging es an der Börse deutlich nach unten, obwohl BYD im operativen Geschäft inzwischen wichtige Fortschritte erzielt.
Vor allem das Auslandsgeschäft entwickelt sich stark. Im ersten Halbjahr stiegen die Exporterlöse im Jahresvergleich um rund 34 %. Inzwischen werden 52 % des gesamten Umsatzes außerhalb Chinas erzielt.
Das ist für BYD besonders wichtig, weil die Margen im Ausland höher sind und gleichzeitig die Abhängigkeit vom schwierigen chinesischen Heimatmarkt sinkt. Im zweiten Quartal 2026 erreichte die Bruttomarge 18,9 %.
Auch beim Gewinn zeichnet sich eine Verbesserung ab. Nach vier Quartalen mit rückläufigen Nettogewinnen ist zuletzt die Trendwende gelungen, die Nettogewinne waren gestiegen.
Ein Risiko bleibt das ambitionierte Absatzziel. BYD möchte im laufenden Jahr mehr als fünf Millionen Fahrzeuge verkaufen. Bis Ende Juli waren allerdings erst etwas mehr als 2,23 Millionen Fahrzeuge abgesetzt worden. Ob das Jahresziel noch erreicht werden kann, bleibt damit offen.
Das Auslandsgeschäft entwickelt sich jedoch besser als erwartet. Die Analysten bleiben entsprechend optimistisch und sehen für die Aktie erhebliches Potenzial. 14 Euro werden hier im Mittel genannt. Die Aktie hätte demnach ein Potenzial, das über 50 % liegt. Charttechnisch sieht es nicht so aus, als ginge es rasch in diese Richtung.
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