BYD hat Spekulationen um eine Übernahme der italienischen Luxusmarke Maserati eine klare Absage erteilt. Das Unternehmen bezeichnete entsprechende Berichte als „unwahr und unbegründet“. Statt auf Markenkäufe setzen die Chinesen in Europa auf einen anderen Hebel: ungenutzte Produktionskapazitäten.
Kein Kauf, aber Europa-Einstieg über Werke
Vizepräsidentin Stella Li hatte Mitte Mai noch offen gelassen, dass BYD „hochwertige Automobil-Assets in Europa evaluiere“. Marken wie Maserati seien „sehr interessant“. Nun folgte das Dementi. Der eigentliche Plan zielt auf die Nutzung bestehender, stillstehender Fabriken in Italien und Frankreich – Verhandlungen mit Herstellern wie Stellantis laufen. Stellantis hatte stets betont, Maserati stehe nicht zum Verkauf.
Mit einer eigenen Produktion innerhalb der EU ließen sich die 17-prozentigen Anti-Subventionszölle auf importierte E-Autos umgehen. Die Margen sind dringend sanierungsbedürftig: Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn im Jahresvergleich um 55 Prozent ein.
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Expansion in Zentralasien
Parallel dazu wächst BYD in Zentralasien. Das Gemeinschaftswerk in Jizzakh (Usbekistan) hat die ersten Exporte nach Kasachstan gestartet und bereitet den Markteintritt in Afghanistan vor.
Die Fabrik hat eine Jahreskapazität von 50.000 Fahrzeugen. In diesem Jahr will BYD die Produktion auf 40.000 Einheiten verdoppeln – doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Marktanteil in Usbekistan stieg im ersten Quartal auf 8,6 Prozent, ein Anstieg um mehr als drei Prozentpunkte. Gebaut werden die Modelle Chazor und Song Plus Champion, neu hinzu kommt der elektrische Crossover Yuan Up.
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Technologie-Event und Terminkalender
Am 28. Mai will BYD eine neue Smart-Technology-Strategie vorstellen. Erwartet werden Neuigkeiten zum Fahrassistenzsystem „God’s Eye“. Laut BYD senkt das System schwere Unfälle auf ein Sechstel und Parkschäden auf ein Fünfzigstel im Vergleich zum Menschen. Hinzu kommen Signale für einen möglichen Einstieg in die Formel 1: Gespräche zwischen Stella Li und Red-Bull-Ex-Teamchef Christian Horner sollen stattgefunden haben.
Am 31. Mai liefert der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex ein Stimmungsbild aus der Industrie. Die Hauptversammlung am 9. Juni stimmt über einen Garantierahmen von rund 150 Milliarden RMB für Tochtergesellschaften ab. Zwei Tage später ist Ex-Dividenden-Tag für die H-Aktie. Das dürfte spannend werden: BYD fährt eine Zweigleisstrategie – Europa über Werkskooperationen, Zentralasien über Exporte. Die Margen bleiben die Achillesferse, die Termine bis Mitte Juni geben dem Markt konkrete Fixpunkte.
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