BYDs zweite Batteriegeneration läuft heiß — im wörtlichen Sinne. Die Nachfrage übersteigt die Produktion, und der Konzern schickt Krisenteams in seine Werke. Währenddessen drückt BYD international aufs Tempo.
Blade Battery 2.0: Nachfrage überholt Kapazität
Seit dem Start der neuen „Flash-Charge“-Modelle kämpft BYD mit Engpässen bei der Blade Battery 2.0. Spezialisierte Teams wurden an mehrere Produktionsstandorte entsandt, um die Zuteilung zu stabilisieren.
Besonders sichtbar wurde der Druck durch den Great Tang SUV. Über 100.000 Vorbestellungen zwangen den Konzern, Batterieressourcen quer durch das Portfolio umzuverteilen. Das Management der Sub-Marke Fang Cheng Bao bestätigte, dass die Produktion der Tai-3- und Tai-7-Modelle nach Eingriffen wieder auf normalem Niveau läuft. Die Flash-Charge-Zuteilung bleibt jedoch knapp.
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Australien und Europa: Zwei Fronten, ein Ziel
In Australien erhielt der BYD Seal 7 die behördliche Zulassung für den Verkauf. Der Plug-in-Hybrid kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor und leistet zusammen 197 kW. Die elektrische Reichweite liegt knapp unter 200 Kilometern. Mit einer Länge von 4.980 Millimetern zielt das Fahrzeug direkt auf Modelle wie den Toyota Camry. Timing passt: BYD kletterte in Australien zuletzt auf Platz zwei der monatlichen Verkaufscharts.
In Europa verfolgt BYD eine andere Strategie. Der Konzern sucht aktiv nach einem dritten Produktionsstandort — zusätzlich zu den laufenden Projekten in Ungarn und der Türkei. Vizepräsidentin Stella Li betonte, BYD wolle Werke vollständig besitzen und eigenständig betreiben. Partnerschaften, bei denen externe Zustimmung für operative Entscheidungen nötig ist, lehnt sie ab. Gespräche laufen unter anderem mit Stellantis über die Nutzung ungenutzter Fabrikkapazitäten.
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Starke Exporte, schwaches Inland
Das Finanzbild ist zwiegespalten. Im April verschiffte BYD 135.000 Fahrzeuge ins Ausland — ein Rekord. Im Heimatmarkt China hingegen sinken die Verkäufe seit acht Monaten in Folge.
Das belastet die Marge spürbar. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um 55 Prozent ein und lag bei rund 600 Millionen Dollar. Goldman Sachs wertet dieses Quartal als möglichen Tiefpunkt. Eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte hängt davon ab, ob sich die Inlandspreise stabilisieren und das geplante Flash-Charge-Netz mit 3.000 Stationen in Europa Fahrt aufnimmt.
An der Hongkonger Börse eröffnete die Aktie bei 90,70 Hongkong-Dollar und erreichte intraday 92,30 HKD. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 830 Milliarden Hongkong-Dollar.
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