Die Erholung ist Geschichte. Nach einem vielversprechenden Start ins Jahr 2026 hat die BYD-Aktie ihre zwischenzeitlichen Gewinne vollständig abgegeben — und steht nun kurz vor einem neuen Jahrestief.
Gewinneinbruch trifft auf Preiskampf
Der Hauptgrund liegt im Zahlenwerk: Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um 55,4 Prozent auf rund 509 Millionen Euro ein, der Umsatz sank um 11,8 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. Der chinesische Heimatmarkt bleibt das Kernproblem. Wettbewerber wie Geely und Xiaomi heizen den Preiskampf an, BYD muss immer mehr Rabatte gewähren. Hinzu kommt ein rückläufiger Absatz von Elektroautos in China, nachdem staatliche Förderprogramme zurückgefahren wurden.
Außerhalb Chinas kommen neue Belastungen hinzu. Dem Werk im ungarischen Szeged, das kurz vor dem Produktionsstart steht, wirft die Arbeitnehmerrechtsorganisation China Labor Watch schwere Verstöße gegen Arbeitsrechte beim Bau der Fabrik vor — ein weiteres Thema, das auf dem Image des Konzerns lastet.
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Technisches Bild ohne Boden
An der Hongkonger Börse notiert die Aktie bei rund 90 HKD — nur knapp über dem bisherigen 52-Wochen-Tief bei 88,50 HKD. Fällt die Aktie unter diese Marke, würde das ein weiteres Verkaufssignal auslösen. Der MACD ist unter die Nulllinie gefallen, die gleitenden Durchschnitte wurden nach unten durchbrochen. Ein RSI von rund 32 auf Tagesbasis signalisiert zwar Schwäche, aber noch keine Überverkauft-Zone — auf Wochenbasis liegt er bei 39,3, auf Monatsbasis bei 45,6. Das technische Abwärtspotenzial ist also noch nicht ausgereizt.
Gegenüber dem Allzeithoch bei rund 160 HKD hat die Aktie in der Spitze über 40 Prozent verloren. Ein echtes Kaufsignal läge erst wieder oberhalb von 105 HKD vor.
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Bewertung bleibt ein Gegenwind
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei 18,7 — deutlich unter dem Zehnjahresschnitt von 58,9, für einen Automobilhersteller aber weiterhin überdurchschnittlich hoch. Angesichts sinkender Gewinne und zunehmender Zyklizität verliert das Wachstumsstory-Argument an Überzeugungskraft.
Erste belastbare Anzeichen einer Bodenbildung — mindestens mehrere Wochen stabile Kurse — fehlen bislang vollständig. Wer auf eine Erholung setzt, braucht Geduld: Der nächste echte Test kommt, wenn BYD das Tief bei 88,50 HKD verteidigen oder brechen muss.
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