BYD bleibt an der Börse deutlich unter Druck. Am Montag legt die Aktie zwar minimal zu, mit einem Abstand von 14,7 % zum GD200 ist von einer technischen Erholung jedoch noch wenig zu sehen. Auch die Marke von 10 Euro bleibt weit entfernt. Bis dorthin fehlen dem Papier noch rund 1,17 Euro.
Die Aktie verliert und verliert
Die Schwäche zeigt sich auch über einen längeren Zeitraum. Seit Jahresbeginn hat BYD rund 18,7 % verloren. Neben der zurückhaltenden Stimmung gegenüber chinesischen Aktien belastet die schwächere Entwicklung des chinesischen Automarktes. Der harte Wettbewerb und der Preisdruck auf dem Heimatmarkt beschäftigen die Branche weiterhin.
Auch die jüngsten Geschäftszahlen konnten daran wenig ändern. BYD hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Diese Entwicklung war allerdings bereits zuvor weitgehend absehbar.
Wesentlich stärker entwickelt sich das Auslandsgeschäft. Allein im August setzte BYD außerhalb Chinas mehr als 189.000 Fahrzeuge ab. Die hohe Nachfrage hat den Konzern dazu veranlasst, seine Exporterwartungen für das Gesamtjahr deutlich anzuheben.
Lange Zeit waren rund 1,5 Millionen exportierte Fahrzeuge das Ziel. Inzwischen rechnet BYD mit 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeugen. Bereits das untere Ende der neuen Spanne liegt damit rund 27 % über der früheren Planung.
Wirtschaftlich ist das Auslandsgeschäft besonders interessant, weil die Bruttomargen dort höher ausfallen als auf dem chinesischen Heimatmarkt. Ein wachsender Exportanteil könnte daher nicht nur zusätzliche Stückzahlen bringen, sondern auch die Profitabilität unterstützen.
Die Analysten bewerten BYD weiterhin wesentlich höher als die Börse. Ihre Kursziele liegen im Durchschnitt mehr als 40 % über der aktuellen Notierung. Der Aktienkurs hat die starke Exportentwicklung bislang kaum honoriert. Mit 14,7 % Abstand zum GD200 bleibt der Abwärtstrend vorerst bestehen.
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