Nach fünf Jahren politischem Tauziehen ist die Zukunft von TikTok in den USA entschieden. ByteDance hat die Gründung eines mehrheitlich von US-Investoren kontrollierten Joint Ventures abgeschlossen. Das neue Unternehmen trägt den Namen TikTok USDS und sichert den Fortbestand der populären Video-App auf dem amerikanischen Markt.
Der chinesische Konzern behält lediglich einen Anteil von knapp 20 Prozent am Joint Venture. Die Mehrheit der Anteile liegt damit in amerikanischen Händen. Für das TikTok-Geschäft außerhalb der USA hat die Transaktion keine Auswirkungen – hier bleibt alles beim Alten.
Oracle als strategischer Gewinner
Der eigentliche Profiteur der Vereinbarung ist Oracle. Der Software-Riese übernimmt die Rolle als Cloud- und Sicherheitspartner des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Damit eröffnet sich für Oracle eine strategisch bedeutsame Chance: Das Unternehmen wird künftig das gesamte US-Datenmanagement von TikTok verantworten.
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Die Dimensionen sind beachtlich. TikTok zählt zu den meistgenutzten Social-Media-Plattformen in den Vereinigten Staaten. Die Verwaltung und Sicherung der anfallenden Datenmengen verspricht Oracle nicht nur erhebliche Umsätze, sondern auch eine Referenz von strategischem Wert.
Ende einer jahrelangen Hängepartie
Der Deal beendet eine monatelange Auseinandersetzung, die unter Ex-Präsident Joe Biden ihren Höhepunkt erreichte. 2024 hatte Biden das Gesetz „Protecting Americans from Foreign Adversary“ unterzeichnet, das ein mögliches Verbot von TikTok zur Folge haben konnte. Nationale Sicherheitsbedenken standen im Mittelpunkt der Debatte.
Mit der Ausgliederung des US-Geschäfts in eine eigenständige Gesellschaft ist das drohende Aus nun vom Tisch. ByteDance löst damit ein Problem, das dem Konzern jahrelang Unsicherheit bescherte. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen weiterhin eine Beteiligung am lukrativen amerikanischen Markt – wenn auch nur noch in deutlich reduziertem Umfang.
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