Canaan Aktie: 49% an ABC Projects in West Texas

Canaan wandelt sich vom Hardware-Anbieter zum Infrastruktur-Dienstleister. Der Quartalsumsatz sinkt, doch neue Energieprojekte und Krypto-Bestände wachsen.

Canaan Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht auf 62,7 Millionen Dollar ein
  • Einstieg in Energie-Infrastruktur in Texas
  • Krypto-Bestand erreicht neuen Höchststand
  • Zweite Nasdaq-Verwarnung erhalten

Der Bitcoin-Mining-Spezialist Canaan stellt sein Geschäftsmodell grundlegend um. Das zeigt der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026. Statt sich nur auf Hardware-Verkäufe zu konzentrieren, baut das Unternehmen jetzt eine Infrastruktur-Sparte auf. Die Zahlen fallen allerdings durchwachsen aus.

Finanzen: Deutlicher Umsatzrückgang

Canaan erzielte von Januar bis März einen Umsatz von 62,7 Millionen Dollar. Das entspricht den internen Erwartungen, liegt aber weit unter den Werten der Vorquartale. Im vierten Quartal 2025 hatte das Unternehmen noch 196,3 Millionen Dollar eingenommen, vor einem Jahr 82,8 Millionen.

Der Nettoverlust betrug 88,7 Millionen Dollar. Eine außergewöhnliche Belastung: eine nicht zahlungswirksame Abschreibung auf Lagerbestände in Höhe von 25 Millionen Dollar. Immerhin: Die Betriebskosten sanken im Vergleich zum Vorquartal um elf Prozent. Das Management spricht von verbesserter Kostendisziplin.

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Die neue Strategie: Energie und Infrastruktur

Canaan kauft einen 49-Prozent-Anteil an ABC Projects in West Texas. Die Zahlung erfolgt per Aktientausch, nicht in bar. Das Investment sichert dem Unternehmen Zugang zu 4,4 Exahash pro Sekunde Rechenleistung und 100 Megawatt Strominfrastruktur. Entscheidend: Die Stromkosten liegen unter drei Cent pro Kilowattstunde. Ein harter Wettbewerbsvorteil im Mining-Geschäft.

Parallel dazu baut Canaan seine „Hash-to-Heat“-Projekte in Nordeuropa aus. Dabei wird die Abwärme der Mining-Anlagen für energieeffizientes Computing genutzt. Aktuell sind zwei Megawatt in Betrieb, geplant sind acht Megawatt.

Stolz zeigt sich das Management auch beim Krypto-Bestand. Zum 31. März hielt Canaan 1.807,60 Bitcoin und 3.951,53 Ether – ein neuer Höchststand. Die eigene Mining-Sparte produzierte im Quartal 257 Bitcoin und trug 19,1 Millionen Dollar zum Umsatz bei.

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Ausblick und Nasdaq-Hürde

Für das zweite Quartal 2026 rechnet Canaan mit einem Umsatz zwischen 35 und 45 Millionen Dollar. Die Prognose liegt unter manchen Markterwartungen. Das Management zeigt sich vorsichtig: Die Nachfrage nach Hardware bleibt schwach, das konjunkturelle Umfeld unsicher.

Eine zweite Nasdaq-Verwarnung wegen Nichteinhaltung der Börsenregeln liegt vor. Die Frist zur Nachbesserung läuft im Juli 2026 aus. Im April gingen immerhin 42 Millionen Dollar an Kundenzahlungen ein. Das verschafft etwas Liquidität für die Entwicklung der nächsten Chip-Generation A16.

Rosenblatt Securities stuft die Aktie mit „Kaufen“ ein und senkte das Kursziel auf 1,30 Dollar. Das ist ein Vertrauensvorschuss für den eingeschlagenen Kurs. Ob der aufgeht, wird sich im zweiten Halbjahr zeigen – wenn die neue Infrastruktur greift und die Nasdaq-Frist abläuft.

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