Einen Tag nach einem Kurssprung von 8,7 Prozent notierte die Aktie am Freitag bei 16,04 Euro – ein weiteres Plus von 1,65 Prozent. Auslöser der Bewegung sind die ersten Quartalszahlen unter der neuen Führung. CEO Colin Parkin fährt einen anderen Kurs als sein Vorgänger: nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Gewinn vor Volumen.
Zahlen schlagen die Erwartungen
Für das erste Quartal 2026 meldete Canadian Solar einen Umsatz von rund 1,08 Milliarden US-Dollar. Die Analystenschätzung von 950 Millionen wurde damit klar übertroffen. Der Verlust je Aktie fiel mit 0,71 Dollar geringer aus als die erwarteten 0,82 Dollar.
Die Bruttomarge erreichte 25,1 Prozent – ein Wert, der die Prognose von 15,4 Prozent weit hinter sich ließ. Allerdings enthielt die Marge einen Sondereffekt: Rund 8,6 Prozentpunkte gehen auf US-Zollrückerstattungen zurück. Bereinigt bleibt die operative Margensituation angespannt.
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US-Produktion als Wachstumsmotor
Parallel zum Sparkurs baut der Konzern seine Kapazitäten in den USA aus. Die Testproduktion für hocheffiziente HJT-Solarzellen startete im April. Phase eins hat eine Kapazität von 2,1 Gigawatt. Bis zur zweiten Jahreshälfte soll die gesamte US-Modulfertigung auf 10 Gigawatt wachsen.
Die Speichertochter e-STORAGE liefert derweil kräftige Impulse. Im ersten Quartal stiegen die Auslieferungen um 142 Prozent auf 2,1 Gigawattstunden. Der Auftragsbestand für Speicherlösungen lag Anfang Mai bei 3,5 Milliarden US-Dollar.
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Insiderverkauf und gemischte Analystenstimmung
Ein regulierter Verkauf trübte das Bild: Director Andrew Luen Cheung Wong veräußerte am 19. Mai 1.752 Aktien zu durchschnittlich 16,33 Dollar. Solche Transaktionen sind keine Seltenheit, mahnen aber zur Vorsicht.
Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie 26 Prozent unter dem Jahresauftakt. Das 52-Wochen-Hoch von 28,89 Euro ist in weiter Ferne. Der RSI von 79,5 signalisiert zudem eine technische Überkauft-Situation. Analysten bleiben mehrheitlich neutral – der Spagat zwischen US-Expansion und Schuldenabbau gibt Rätsel auf.
Für das zweite Quartal stellt der Vorstand einen Umsatz zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Modullieferungen sollen 3,1 bis 3,3 Gigawatt erreichen. Ob der neue Kurs die Wende bringt, entscheidet sich in den kommenden Monaten an den Margen.
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