Canadian Solar startet mit frischen Quartalszahlen und einer neuen Führung in die Woche. Der Solarkonzern zeigt Fortschritte im Geschäft, kämpft aber weiter mit Margen, Schulden und der Frage, wie stabil das Wachstum wirklich trägt.
Solide Zahlen, aber kein sauberer Durchbruch
Im ersten Quartal 2026 setzte Canadian Solar 1,1 Milliarden Dollar um und traf damit das obere Ende der eigenen Prognose. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 32 Millionen Dollar oder 0,71 Dollar je Aktie. Das ist besser als im Vorquartal, als der Fehlbetrag noch 86 Millionen Dollar betrug.
Operativ lief es robuster. Die Modullieferungen erreichten 2,5 Gigawatt und lagen damit über der Zielspanne. Auch das Speichersegment legte zu: 2,1 Gigawattstunden übertrafen die Vorgabe ebenfalls. Die Bruttomarge lag bei 25,1 Prozent, gestützt von 93 Millionen Dollar an Zollrückerstattungen.
Genau dieser Effekt macht die Lage heikel. Anleger werden darauf achten, ob die Marge auch ohne solche Sondereffekte hält.
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Neue Führung, neuer Schwerpunkt
Seit dem 14. Mai führt Colin Parkin den Konzern als CEO. Firmengründer Shawn Qu bleibt Executive Chairman und Chief Technology Officer. Der Wechsel fällt in eine Phase, in der Canadian Solar den Fokus klarer auf wertorientiertes Wachstum und US-Produktion legt.
In Jeffersonville im Bundesstaat Indiana hat die Testproduktion für HJT-Solarzellen begonnen. Die erste Ausbaustufe umfasst 2,1 Gigawattpeak. Der kommerzielle Start ist für Juli geplant. Eine zweite Stufe mit weiteren 4,2 Gigawattpeak soll 2027 folgen.
Auch in Mesquite, Texas, baut das Unternehmen aus. Dort wächst die Modulproduktion auf 10 Gigawattpeak. Der Abschluss ist für die zweite Hälfte des Jahres vorgesehen.
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Schulden und Kurs bleiben Thema
Der Markt schaut trotzdem nicht nur auf die Produktion. Canadian Solar steht weiter unter dem Eindruck einer hohen Verschuldung von 6,8 Milliarden Dollar. Das dürfte ein Grund sein, warum die Aktie trotz der jüngsten Erholung nervös bleibt.
Zuletzt schloss das Papier bei 15,38 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen liegt es rund 11 Prozent im Minus, über 30 Tage aber deutlich im Plus. Der RSI von 79,5 signalisiert eine überkaufte Lage. Parallel dazu notiert die Aktie noch klar unter dem 52-Wochen-Hoch.
Für das zweite Quartal erwartet Canadian Solar Erlöse von 1,0 bis 1,2 Milliarden Dollar. Bei den Modullieferungen peilt der Konzern 3,1 bis 3,3 Gigawatt an, bei Speichern 2,8 bis 3,2 Gigawattstunden. Am Markt reicht das zunächst für Zurückhaltung: Das Konsensrating liegt bei „Hold“, das durchschnittliche Kursziel bei 18,36 Dollar.
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