Der US-Agrargigant Cargill setzt auf alternative Antriebe in der Schifffahrt. Am 14. Januar 2025 startete die „Brave Pioneer“ ihre Jungfernfahrt von den Philippinen aus – das erste von fünf gecharterten Frachtschiffen, die wahlweise mit konventionellem Treibstoff oder grünem Methanol fahren können.
Die Zahlen klingen vielversprechend: Bis zu 70 Prozent weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen. Gebaut von Tsuneishi Shipbuilding und im Besitz von Mitsui, tankt das Schiff in Singapur grünes Methanol, steuert Westaustralien an und nimmt dann Kurs auf Europa.
Testlauf für die Maritime Zukunft
Die Maiden-Voyage dient nicht nur dem Transport von Schüttgütern. Cargill nutzt die Fahrt für eine Serie praktischer Tests: Wie steht es um die Bunkerbereitschaft für Methanol? Lassen sich Umweltattribute zuverlässig durch Kohlenstoffmessgeräte nachverfolgen? Und vor allem: Wie groß ist die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Frachtdiensten überhaupt?
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Jan Dieleman, Präsident von Cargills Ocean Transportation Geschäft, formuliert es deutlich: „Technologien wie grünes Methanol gehen mit Unsicherheit einher. Aber als Branchenführer müssen wir diese Innovationen auf dem Wasser testen.“ Vier weitere Schiffe dieser Bauart sollen in den kommenden Jahren folgen.
Flexibilität als Trumpfkarte
Die Strategie ist clever: Die Flotte funktioniert auch mit konventionellen Treibstoffen bestens, lässt sich aber umrüsten, sobald grüner Treibstoff breiter verfügbar ist. Dazu kommen windgestützte Antriebe, Optimierungstechnologien und Tests mit Biomasse sowie Ethanol.
Als einer der weltweit größten Charterer von Schüttgutfrachtern sendet Cargill ein klares Signal an den Markt. Die 160.000 Mitarbeiter starke Firma sitzt im Zentrum globaler Lieferketten – was sie tut, hat Gewicht. Ob andere Branchengrößen dem Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten. Die Infrastruktur für grünes Methanol ist noch längst nicht flächendeckend vorhanden, doch der erste Schritt ist getan.
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