Die operative Marge von Carl Zeiss Meditec ist beinahe auf den Nullpunkt kollabiert. Was einst als verlässlicher Wachstumswert galt, kämpft nun mit einem massiven Rentabilitätseinbruch. Das Vertrauen der Anleger ist vorerst erschüttert.
Der Umsatz sank im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 4,8 Prozent auf 467 Millionen Euro. Währungsbereinigt belief sich das Minus auf 0,7 Prozent. Weitaus schwerer wiegt jedoch der Einbruch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBITA).
Der operative Hebel schlägt ins Negative
Das EBITA sank auf nur noch 8,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 35,2 Millionen Euro in den Büchern. Die entsprechende operative Marge schrumpfte damit von 7,2 auf lediglich 1,7 Prozent.
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Ein ungünstiger Produktmix belastete das Ergebnis erheblich. Geringere Erlöse bei neurochirurgischen Mikroskopen und Verbrauchsmaterialien trafen auf eine weitgehend stabile Kostenbasis. Dieser negative operative Hebeleffekt riss eine tiefe Lücke in die Bilanz.
Preisdruck in China belastet das Kerngeschäft
In China sorgt ein staatliches Ausschreibungsverfahren für massiven Preisdruck bei intraokularen Linsen. Indes verschärft sich der Wettbewerb durch lokale chinesische Hersteller zusehends. Die Teilnahme an den Ausschreibungen sichert zwar Volumina, führt aber zu deutlichen Zugeständnissen bei der Profitabilität.
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An der Börse hinterließ die operative Schwäche tiefe Spuren. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 35 Prozent an Wert. Auf Jahressicht summieren sich die Verluste sogar auf fast 59 Prozent, wobei das Papier weit von seinem 52-Wochen-Hoch bei 65,50 Euro entfernt bleibt.
Analysten reagierten mit deutlichen Kurszielsenkungen auf die mangelnde Visibilität. Während einige Experten den fairen Wert nur noch bei 31 Euro sehen, halten andere an langfristigen Zielen von bis zu 75 Euro fest. Einigkeit herrscht darüber, dass die Stabilisierung der Margen nun oberste Priorität hat.
Im Mai veröffentlicht das Unternehmen die detaillierten Zahlen zum ersten Halbjahr. Dann muss der Vorstand liefern: Investoren warten auf konkrete Fortschritte beim angekündigten Effizienzprogramm und eine neue Prognose für das Gesamtjahr. Das Management plant ferner, die Forschung und Entwicklung neu zu priorisieren, um der lokalen Konkurrenz in Schlüsselmärkten entgegenzuwirken.
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