Der US Supreme Court hat einen milliardenschweren Rechtsstreit neu entfacht — und Carnival steht mittendrin. Mit 8:1 Stimmen hoben die Richter ein Berufungsurteil auf, das Schadensersatzforderungen von insgesamt rund 440 Millionen US-Dollar gegen vier Reedereien abgewiesen hatte. Für Carnival bedeutet das: juristische Unsicherheit auf unbestimmte Zeit.
Kuba-Streit kehrt vor Gericht zurück
Im Kern geht es um Hafennutzungen in Havanna zwischen 2016 und 2019. Kläger werfen Carnival, Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line und MSC Cruises vor, Anlagen genutzt zu haben, die nach der kubanischen Revolution entschädigungslos enteignet worden waren. Das Supreme-Court-Urteil verweist den Fall nun an ein niedrigeres Gericht zurück. Wie hoch Carnivals Anteil an einer möglichen Zahlung aus dem 440-Millionen-Dollar-Komplex ausfällt, bleibt offen.
Dividende und Wachstumsziele als Gegensignal
Das Management setzt einen deutlichen Kontrapunkt. Carnival kündigt die Wiederaufnahme einer vierteljährlichen Dividende an: 0,15 USD je Aktie, zahlbar zum 29. Mai 2026. Flankiert wird das durch ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm — genehmigt mit einem Volumen von 2,5 Milliarden USD.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Carnival?
Die mittelfristigen Ziele sind ambitioniert. Bis zum Geschäftsjahr 2028 peilt Carnival einen Umsatz von 29,0 Milliarden USD an, der Gewinn soll auf rund 3,7 Milliarden USD steigen. Analysten beziffern den fairen Wert der Aktie auf Basis dieser Cashflow-Erwartungen auf etwa 37,70 USD.
Operative Investitionen in Europa und der Karibik
Parallel dazu laufen Investitionen im operativen Geschäft. In Roatán, Honduras, hat Carnival sein Privatziel Mahogany Bay unter dem Namen „Isla Tropicale“ neu positioniert — inklusive eines rund 4.500 Quadratmeter großen Poolbereichs als Teil der „Paradise Collection“.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Carnival?
Die deutsche Tochter AIDA Cruises feiert ihr 30-jähriges Bestehen und investiert 700 Millionen Euro in das Modernisierungsprogramm „AIDA Evolution“. Für 2030 und 2031 sind zwei Neubauten fest eingeplant. Im laufenden Jahr stehen über 600 Landstromanläufe auf dem Programm.
Rechtliche Klarheit gibt es indes im europäischen Vertrieb: Das OLG Düsseldorf bestätigte Mitte Mai die Zulässigkeit von Cashback-Rückvergütungen im Kreuzfahrtvertrieb — ein Streit, den AIDA Cruises selbst angestrengt hatte. Für Carnival schafft das eine verlässlichere Kalkulationsbasis im wichtigen deutschen Markt.
Carnival-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Carnival-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Carnival-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Carnival-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Carnival: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


