Centrus Energy ist derzeit der einzige US-Anbieter für speziellen Kernbrennstoff aus heimischer Produktion. Das Unternehmen wandelt sich gerade vom Demonstrationsbetrieb zum industriellen Massenhersteller. Die Aktie reagiert heute mit einem Plus von rund sieben Prozent auf 177,90 Euro. Damit setzt sich die Erholung fort, nachdem das Papier seit Jahresbeginn etwa 23 Prozent verloren hatte.

Effizienz durch KI und Partnerschaften

Im Mai stehen die neuen Quartalszahlen an. Besonders die Kooperation mit Palantir steht dabei unter Beobachtung. Durch KI-Systeme will Centrus beim Ausbau seiner Anlage in Ohio rund 300 Millionen Dollar einsparen. Parallel dazu treibt das Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen mit Oklo voran. Diese Zusammenarbeit soll die Einnahmequellen innerhalb des nuklearen Ökosystems in Ohio weiter diversifizieren.

Staatliche Aufträge sichern die Basis

Das US-Energieministerium bleibt der wichtigste Partner. Centrus hat bereits 900 Kilogramm Brennstoff geliefert. Weitere Einzelaufträge könnten jeweils ein Volumen von 900 Millionen Dollar erreichen. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf 3,8 Milliarden Dollar. Neue kommerzielle Lieferverträge mit Energieversorgern wären ein wichtiges Signal für den Markt.

Finanziell ist das Unternehmen solide aufgestellt. In der Bilanz stehen liquide Mittel von mehr als 1,6 Milliarden Dollar. Dieses Kapital fließt direkt in die Erweiterung der Zentrifugen-Fertigung in Tennessee. Die ersten neuen Kapazitäten gehen zwar erst gegen Ende des Jahrzehnts ans Netz. Bis dahin muss das Management jedoch beweisen, dass die Zwischenziele bei der Fertigung erreichbar bleiben. Neue Details dazu liefert der Bericht im Mai.