Der Hunger nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz sprengt die Kapazitäten des britischen Stromnetzes. Allein im Vereinigten Königreich fehlen schätzungsweise 50 Gigawatt an Leistung für geplante Rechenzentren. Ceres Power will diese Lücke mit Brennstoffzellen vor Ort schließen.
Netzengpass als Wachstumstreiber
Lange Wartezeiten für Netzanschlüsse bremsen Tech-Giganten massiv aus. Ceres Power bietet mit seiner Festoxid-Technologie (SOFC) eine netzunabhängige Alternative. Im Vergleich zu Dieselgeneratoren arbeiten die Systeme hocheffizient und flexibel.
Die Kommerzialisierung treibt das Unternehmen über starke Partner voran. Centrica und Delta Electronics integrieren die Technik in ihre Energieplattformen. Die Systeme nutzen aktuell Erdgas, sind aber für den späteren Betrieb mit Wasserstoff ausgelegt.
Strategische Allianz für die Serie
Neu im Portfolio ist die Plattform „Ceres Endura“. Der 10,8-Kilowatt-Stack ist speziell auf die Anforderungen von industriellen Großkunden zugeschnitten. Das System erhielt kürzlich einen Innovationspreis der Branche.
Der Konzern stellt sein Geschäftsmodell konsequent auf Lizenzeinnahmen um. Erste Erlöse aus dieser Sparte flossen bereits an das Unternehmen. Partner wie Doosan Fuel Cell skalieren derzeit die Serienproduktion.
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Umbau zum Lizenzgeschäft
Finanziell bleibt die Lage stabil. Ceres Power verfügt über liquide Mittel von rund 83 Millionen Pfund. Der Umsatz lag zuletzt bei 32,6 Millionen Pfund.
Der operative Verlust belief sich auf 47,5 Millionen Pfund. Das Management fokussiert sich auf Kostendisziplin. Der jährliche Mittelabfluss sank auf 19,2 Millionen Pfund.
Ein Sparprogramm soll die Betriebskosten in diesem Jahr um 20 Prozent senken. Für 2026 stehen bereits fest kontrahierte Umsätze von 45 Millionen Pfund fest. Die aktuellen Reserven reichen rechnerisch für drei Jahre.
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