Ceva Aktie: Strategieplan einsehbar

Der Chip-IP-Spezialist Ceva verkündet zwei strategische Partnerschaften im Automobilsektor, während die jüngsten Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben.

Ceva Aktie
Kurz & knapp:
  • Zwei neue Partnerschaften im ADAS-Markt
  • Quartalsergebnis verfehlt Analystenerwartungen
  • Markt für Software-Defined Vehicles wächst rasant
  • Analysten erwarten baldige Rückkehr in die Gewinnzone

Die Aktie von Ceva steht nach zwei bedeutenden Partnerschaften im Fokus: Der israelische Chip-IP-Spezialist hat am 6. Januar 2026 gleich zwei Kooperationen im boomenden Markt für autonomes Fahren vermeldet. BOS Semiconductors lizenziert die SensPro AI DSP-Architektur für seinen Eagle-A ADAS-Chip, während NXP Semiconductors die Technologie in seine S32Z2 und S32E2 Prozessoren integriert.

Doch was steckt hinter dieser Offensive – und kann sie die durchwachsene operative Lage des Unternehmens drehen?

Zwei Deals, ein Ziel

BOS Semiconductors, 2022 vom ehemaligen Samsung-Manager Dr. Jaehong Park gegründet, setzt Cevas DSP-Technologie für LiDAR- und Radar-Vorverarbeitung ein. Das Eagle-A-System kombiniert NPU, CPU und GPU mit dedizierten Schnittstellen für Kamerafusion – ein modularer Ansatz, der auch für Robotik und Drohnen funktionieren soll. Die Chiplet-Strategie mit UCIe- und PCIe-Verbindungen erlaubt OEMs flexible Konfigurationen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ceva?

Parallel dazu nutzt NXP die SensPro-Architektur für Echtzeit-Entscheidungen in Software-Defined Vehicles. Anwendungen wie prädiktives Batteriemanagement, Fahrerüberwachung oder Sprachsteuerung stehen im Vordergrund. Der globale SDV-Markt soll von 213,5 Milliarden Dollar 2024 auf über 1,2 Billionen Dollar bis 2030 wachsen – ein Versprechen, das Ceva nutzen will.

Zahlen zeigen gemischtes Bild

Mit einer Marktkapitalisierung von 625 Millionen Dollar und beeindruckenden Bruttomagen von 87,17 Prozent steht Ceva solide da. Die Bilanz zeigt mehr Cash als Schulden, die Current Ratio liegt bei 8,68. Doch im dritten Quartal 2025 verfehlte das Unternehmen die Erwartungen: 28,4 Millionen Dollar Umsatz bedeuteten zwar ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieben aber unter den prognostizierten 28,49 Millionen Dollar. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 0,11 Dollar lag deutlich unter den erwarteten 0,14 Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ceva?

Aktuell schreibt Ceva keine Gewinne – Analysten rechnen allerdings mit einer Rückkehr in die Profitabilität noch in diesem Jahr. Roth/MKM hob das Kursziel kürzlich von 30 auf 35 Dollar an und behält die Kaufempfehlung bei.

Strategische Weichenstellung oder Strohfeuer?

Die Deals mit BOS und NXP positionieren Ceva in einem Zukunftsmarkt, der rasant expandiert. Die SensPro-Architektur deckt kritische Nischen ab – von Sensorverarbeitung bis zu KI-Inferenz unter strengen Automotive-Anforderungen. Mehr als 20 Milliarden ausgelieferte Geräte und 400 Kunden weltweit sprechen für etablierte Marktpräsenz.

Ob die neuen Partnerschaften jedoch ausreichen, um die operative Schwäche zu kompensieren, bleibt offen. Die Bewertung erscheint laut Fair-Value-Analyse bereits ambitioniert. Investoren sollten die kommenden Quartalszahlen genau beobachten – erst dann zeigt sich, ob die ADAS-Offensive tatsächlich in höheren Royalties mündet.

Ceva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ceva-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Ceva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ceva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ceva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Ceva Jahresrendite