Chevron: Hormus-Blockade stoppt 20% globaler Schiffe

Chevron-Chef Mike Wirth prognostiziert steigende Benzinpreise und Engpässe bei Kerosin durch die Blockade der Straße von Hormus.

Chevron Aktie
Kurz & knapp:
  • Blockade der Straße von Hormus
  • Kerosin-Engpass bedroht Luftfahrt
  • Benzinpreise steigen weiter
  • Chevron steigert eigene Förderung

Die Blockade der Straße von Hormus schnürt die globalen Ölmärkte ab. Chevron-Chef Mike Wirth zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen Energiekrise. In einem Fernsehinterview warnte der Manager vor einer weiteren Verschlechterung für die Luftfahrtindustrie. Auch die Benzinpreise haben ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Kerosin-Engpass trifft Luftfahrt

Besonders drastisch fallen die Folgen im Flugverkehr aus. Die iranischen Schifffahrtsbeschränkungen kappen wichtige Lieferketten. Normalerweise beziehen europäische Länder rund 75 Prozent ihres importierten Kerosins aus Raffinerien im Nahen Osten. Aktuell fließt aus dieser Region nichts.

In Nordamerika schossen die Kerosinpreise im Jahresvergleich um mehr als 80 Prozent in die Höhe. Parallel dazu verknappt sich das Angebot in Europa und Asien rasant. Fluggesellschaften reagieren bereits. Sie passen Flugpläne an und erhöhen die Ticketpreise.

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Historische Krise treibt Benzinpreise

An den Zapfsäulen ist ebenfalls keine Entspannung in Sicht. Wirth macht dafür die seit fast zwei Monaten andauernde Blockade der Straße von Hormus verantwortlich. Etwa 20 Prozent der weltweiten Ölnachfrage passieren dieses Nadelöhr. Selbst bei einer sofortigen Öffnung der Meerenge würde die Normalisierung der Lieferketten Zeit beanspruchen.

Die Dimensionen der Störung sind gewaltig. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht von der größten Energiesicherheitsbedrohung der Geschichte. Täglich fehlen dem Weltmarkt 13 Millionen Barrel Öl. Dieser Ausfall übertrifft die kombinierten Auswirkungen der Ölkrisen von 1973 und 1979.

Rekordförderung und Venezuela-Geschäft

Chevron selbst steuert mit einer Ausweitung der eigenen Produktion gegen. Im vergangenen Jahr erreichte der US-Konzern eine heimische Rekordförderung von zwei Millionen Barrel pro Tag. Die Hälfte davon stammte aus dem Permian-Becken. Für das laufende Jahr plant das Management ein weiteres Wachstum von bis zu zehn Prozent.

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Im Ausland bleibt Venezuela ein strategischer Baustein. Chevron agiert dort als einziger US-Ölmulti mit einer speziellen Lizenz und fördert über Joint Ventures täglich rund 250.000 Barrel. Wirth begrüßt jüngste regulatorische Anpassungen der Regierung. Für umfassende ausländische Investitionen reichen diese Schritte laut dem CEO allerdings nicht aus.

Aktie vor Quartalszahlen im Fokus

An der Börse spiegelt sich das unruhige Umfeld wider. Die Chevron-Aktie notiert aktuell bei rund 158 Euro und verbucht seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 19 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Zuwachs von 29 Prozent auf der Kurstafel.

Analysten von Scotiabank hoben ihr Kursziel kürzlich auf 187 US-Dollar an. Am 1. Mai legt Chevron die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Anleger werden dann genau prüfen, wie stark die hohen Ölpreise das Upstream-Ergebnis treiben und inwieweit operative Ausfälle, etwa beim Wheatstone-Projekt, diese Gewinne schmälern.

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