Hardware verkaufen, Software monetarisieren — Circus SE verfolgt eine zweigleisige Wachstumsstrategie, die das Unternehmen näher an ein Technologieunternehmen rückt als an einen klassischen Roboterhersteller.
CircusOS: Vom internen Tool zum Drittanbieter-Produkt
Das Betriebssystem CircusOS verwaltet den gesamten Lebenszyklus eines Roboters — Bedarfsplanung, Steuerung, vorausschauende Wartung. Grundlage sind über 45.000 Stunden gesammelter Betriebsdaten, aus denen Circus eigene Visual-Intelligence-Modelle entwickelt. Mit jedem neu angebundenen Gerät wächst diese Datenbasis weiter.
Langfristig soll CircusOS auch Betreibern ohne eigenen CA-1-Roboter zugänglich sein — als eigenständiges SaaS-Produkt mit API-Integrationen in bestehende Unternehmenssysteme. Wiederkehrende Softwareumsätze erzielen in der Technologiebranche deutlich höhere Bewertungsmultiplikatoren als Hardwareverkäufe.
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Die Kooperation mit Meta Platforms dient dabei als Technologiebeweis. Küchenbetreiber werden mit Ray-Ban-Smart-Glasses ausgerüstet, die in Echtzeit Bedienanleitungen einblenden. Das Projekt soll zeigen, dass die Visual-Intelligence-Fähigkeiten der Plattform skalierbar sind.
Bundeswehr, Litauen, zehn NATO-Staaten
Parallel zum Softwareaufbau gewinnt das Verteidigungsgeschäft an Substanz. Circus integrierte seine Technologie erstmals an einem gesicherten Bundeswehr-Standort. Am 9. April folgte ein Beschaffungsauftrag der litauischen Streitkräfte: Ein autonomer KI-Roboter soll die taktische Truppenversorgung in Vilnius übernehmen. Aktive Verhandlungen laufen mit mehr als zehn NATO-Mitgliedstaaten.
Alle drei Systeme — CA-1, Alberts One und der militärische CA-M — sollen über CircusOS verbunden werden. Dieselbe Softwarearchitektur bedient damit Gastronomiekunden und Streitkräfte.
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Produktion wächst, Verträge fehlen noch
Auf der Fertigungsseite halbierte Circus in Partnerschaft mit Celestica die Produktionszeit des CA-1 von acht auf rund vier Wochen. Die Kapazität soll bis zum vierten Quartal auf 64 Einheiten pro Monat steigen — eine Gesamtkapazität von 304 Einheiten für 2026, die den modellierten Bedarf von 205 Einheiten deutlich übersteigt.
Die Prognose von 44 bis 55 Millionen Euro Umsatz steht allerdings unter Vorbehalt: Sie setzt voraus, dass laufende Pilotprojekte in verbindliche Verträge münden. REWE entscheidet erst im Herbst über einen breiten Rollout, Mercedes-Benz Gastronomie plant den Einsatz im Werk Sindelfingen für Sommer 2026.
Am 3. Juni veröffentlicht Circus den Quartalsbericht für Q1 2026 — der erste konkrete Datenpunkt, ob aus Piloten Aufträge geworden sind. Der Quarterly Update Call am 16. Juli wird zeigen, wie weit die SaaS-Strategie bis dahin gediehen ist.
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