Circus SE will mehr sein als ein Hersteller von KI-Kochrobotern. Das Münchner Unternehmen baut parallel eine eigenständige Softwareplattform auf — mit dem Ziel, künftig wiederkehrende Erlöse statt einmaliger Hardwareverkäufe zu erzielen. Das Q1-2026-Update skizziert drei Wachstumsrichtungen: KI-Software, Verteidigung und eine breitere Produktpalette durch die geplante Übernahme des belgischen Unternehmens Alberts.
CircusOS: Eine Plattform für alle Systeme
Das Betriebssystem CircusOS soll den gesamten Lebenszyklus eines Roboters steuern — von der Bedarfsplanung bis zur vorausschauenden Wartung. Circus stützt sich dabei auf über 45.000 Stunden Betriebsdaten, um eigene Visual-Intelligence-Modelle zu trainieren. Langfristig plant das Unternehmen, CircusOS auch ohne eigene Hardware anzubieten: als SaaS-Produkt mit API-Anbindung an bestehende Unternehmenssysteme.
Alle drei Robotersysteme — CA-1, Alberts One und der militärische CA-M — sollen über dieselbe Softwarearchitektur laufen. Der militärische Outdoor-Roboter CA-M hat seinen Prototyp-Test bestanden. Erste Umsätze erwartet Circus bereits 2026 — zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.
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Piloten laufen, Verträge fehlen noch
Die operative Basis zeigt Fortschritte. Die Systemverfügbarkeit kletterte von rund 70 Prozent zu Quartalsbeginn auf über 90 Prozent im April. Derzeit laufen 17 Systeme im Einsatz oder in der Integrationsphase — in Verteidigung, Handel und Industrie.
Pilotprojekte gibt es bei der Bundeswehr, REWE in Düsseldorf und der Mercedes-Benz Gastronomie in Sindelfingen. Das Problem: Piloten sind keine Verträge. REWE entscheidet erst im Herbst über einen breiten Rollout. Mercedes-Benz plant den Einsatz in Sindelfingen für Sommer 2026.
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Genau hier liegt das Risiko. Die Umsatzprognose von 44 bis 55 Millionen Euro für 2026 setzt voraus, dass diese Piloten in verbindliche Vereinbarungen münden.
Kurs erholt sich — aber von niedrigem Niveau
Die Aktie notiert aktuell bei 8,22 Euro und liegt damit rund 12 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 22,80 Euro im November 2025 hat das Papier allerdings mehr als 60 Prozent verloren. Der RSI von 20,5 signalisiert eine technisch überverkaufte Lage.
Im Juni veröffentlicht Circus den nächsten Quartalsbericht. Dann wird das Management erstmals belegen müssen, ob Pilotkunden feste Verträge unterschrieben haben — und ob die Alberts-Übernahme planmäßig abgeschlossen wurde. Der Quarterly Update Call im Juli 2026 folgt als weiterer Prüfstein für das SaaS-Modell.
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