Cisco treibt den Umbau zum Software-Spezialisten voran. Mit der Übernahme von WideField Security setzt der Konzern auf automatisierte Abwehrsysteme. Das Ziel: Abwehr in Echtzeit.

Expansion im Schatten von Sicherheitslücken

Cisco integriert die Technologie von WideField direkt in das Splunk-Ökosystem, um sogenannte „Agentic SOC“-Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Systeme überwachen autonome KI-Agenten und maschinelle Identitäten. Sicherheitsanalysten sollen so Angriffe in Maschinengeschwindigkeit verfolgen können. Der Zukauf markiert einen weiteren Schritt weg vom reinen Hardware-Geschäft.

Parallel zur Expansion belastet eine schwere Sicherheitslücke das Kerngeschäft. Die Identity Services Engine weist eine Schwachstelle mit einem Risiko-Score von 9,1 auf. Angreifer könnten sich dadurch vollen Systemzugriff verschaffen. Cisco veröffentlichte bereits entsprechende Warnhinweise für betroffene Unternehmen.

KI-Boom treibt Datenverkehr

Der Druck auf die Infrastruktur wächst massiv. In Firmennetzwerken stieg der KI-Datenverkehr zuletzt um 34 Prozent. Experten erwarten innerhalb von drei Jahren eine Verdreifachung dieser Last. Rund 73 Prozent der IT-Leiter rechnen deshalb mit Kapazitätsengpässen.

An der Börse legte die Aktie zuletzt eine Pause ein. Der Kurs schloss am Freitag bei 103,58 Euro. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn noch immer rund 60 Prozent im Plus.

Der langfristige Trend bleibt intakt. Die Aktie notiert etwa 45 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der Relative Strength Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 56,2 eine neutrale Dynamik nach der jüngsten Rallye.

Das Management richtet den Fokus nun auf das Ziel von neun Milliarden Dollar an KI-Aufträgen für 2026. Parallel dazu läuft der angekündigte Stellenabbau von fünf Prozent der Belegschaft. Updates zur Splunk-Integration folgen im laufenden Quartal.