Coherent Aktie: 1,6-Terabit-Transition läuft

Coherent treibt die Massenfertigung von 1,6T-Netzwerkkomponenten voran und profitiert von steigenden KI-Investitionen der Cloudanbieter.

Coherent Aktie
Kurz & knapp:
  • Fokus auf 1,6T-Netzwerkgeneration
  • Produktionshochlauf von 6-Zoll-Wafern
  • Datacenter-Sparte dominiert mit 75% Umsatz
  • Bruttomarge soll auf 42% steigen

Coherent profitiert weiter vom Boom bei KI-Infrastruktur. Der Markt schaut jetzt vor allem auf den Übergang zu 1,6 Terabit-Netzwerken und darauf, ob der Konzern seine Position bei optischen Komponenten ausbauen kann.

Zum Freitag schloss die Aktie bei 323,60 Euro. Das entspricht einem Minus von 0,49 Prozent an diesem Tag, aber einem Plus von 94,94 Prozent seit Jahresbeginn.

Produktionshochlauf als Hebel

Im Zentrum steht die Fertigung von 6-Zoll-Indiumphosphid-Wafern im Werk in Sherman, Texas. Mit dem größeren Wafer-Format will Coherent mehr Laserchips pro Wafer produzieren. Das senkt die Kosten pro Einheit und erhöht den Spielraum bei der Skalierung.

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Das ist wichtig, weil die Nachfrage im Rechenzentrumsmarkt weiter von der nächsten Netzwerkgeneration getrieben wird. 800G bleibt zwar der aktuelle Volumentreiber, doch 1,6T rückt in die Massenfertigung vor. Coherent liefert dafür die optischen Bauteile, die große GPU-Cluster in modernen Rechenzentren verbinden.

Umsatzmix verschiebt sich

Hinzu kommt ein klarer strategischer Wandel im Geschäft. Der Bereich Datacenter und Communications steht inzwischen für rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes. Damit hängt die Entwicklung der Aktie immer stärker an KI- und Netzwerkinvestitionen.

Das Management setzt dabei nicht nur auf eigene Laserchips. Coherent arbeitet auch mit mehreren DSP-Partnern zusammen, um technologisch flexibel zu bleiben. Für Hyperscaler ist das relevant, weil sie bei großen Rechenzentren unterschiedliche Systemarchitekturen einsetzen.

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Worauf der Markt jetzt blickt

Kurzfristig bleibt die Versorgung mit Indiumphosphid und Galliumarsenid ein Thema. Coherent hatte in Phasen hoher Nachfrage bereits auf Engpässe bei der Laserproduktion hingewiesen. Fällt diese Bremse weg, könnte der Produktionshochlauf schneller greifen.

Auch die Marge steht im Fokus. Im jüngsten Quartal lag die Bruttomarge nahe 40 Prozent. Langfristig peilt das Management 42 Prozent oder mehr an. Gleichzeitig bleibt die Investitionsbereitschaft großer Cloudanbieter der wichtigste Rückenwind für den Sektor.

Die Aktie hat zuletzt etwas Luft abgegeben, bleibt technisch aber klar über dem langfristigen Trend. Sie notiert 22,45 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und fast 91 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der RSI liegt bei 38,1, die 30-Tage-Volatilität bei 71,15 Prozent.

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Über Dieter Jaworski 4329 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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