Coherent profitiert weiter vom Boom bei KI-Infrastruktur. Der Markt schaut jetzt vor allem auf den Übergang zu 1,6 Terabit-Netzwerken und darauf, ob der Konzern seine Position bei optischen Komponenten ausbauen kann.
Zum Freitag schloss die Aktie bei 323,60 Euro. Das entspricht einem Minus von 0,49 Prozent an diesem Tag, aber einem Plus von 94,94 Prozent seit Jahresbeginn.
Produktionshochlauf als Hebel
Im Zentrum steht die Fertigung von 6-Zoll-Indiumphosphid-Wafern im Werk in Sherman, Texas. Mit dem größeren Wafer-Format will Coherent mehr Laserchips pro Wafer produzieren. Das senkt die Kosten pro Einheit und erhöht den Spielraum bei der Skalierung.
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Das ist wichtig, weil die Nachfrage im Rechenzentrumsmarkt weiter von der nächsten Netzwerkgeneration getrieben wird. 800G bleibt zwar der aktuelle Volumentreiber, doch 1,6T rückt in die Massenfertigung vor. Coherent liefert dafür die optischen Bauteile, die große GPU-Cluster in modernen Rechenzentren verbinden.
Umsatzmix verschiebt sich
Hinzu kommt ein klarer strategischer Wandel im Geschäft. Der Bereich Datacenter und Communications steht inzwischen für rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes. Damit hängt die Entwicklung der Aktie immer stärker an KI- und Netzwerkinvestitionen.
Das Management setzt dabei nicht nur auf eigene Laserchips. Coherent arbeitet auch mit mehreren DSP-Partnern zusammen, um technologisch flexibel zu bleiben. Für Hyperscaler ist das relevant, weil sie bei großen Rechenzentren unterschiedliche Systemarchitekturen einsetzen.
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Worauf der Markt jetzt blickt
Kurzfristig bleibt die Versorgung mit Indiumphosphid und Galliumarsenid ein Thema. Coherent hatte in Phasen hoher Nachfrage bereits auf Engpässe bei der Laserproduktion hingewiesen. Fällt diese Bremse weg, könnte der Produktionshochlauf schneller greifen.
Auch die Marge steht im Fokus. Im jüngsten Quartal lag die Bruttomarge nahe 40 Prozent. Langfristig peilt das Management 42 Prozent oder mehr an. Gleichzeitig bleibt die Investitionsbereitschaft großer Cloudanbieter der wichtigste Rückenwind für den Sektor.
Die Aktie hat zuletzt etwas Luft abgegeben, bleibt technisch aber klar über dem langfristigen Trend. Sie notiert 22,45 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und fast 91 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der RSI liegt bei 38,1, die 30-Tage-Volatilität bei 71,15 Prozent.
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