Der Ton im Übernahmekampf zwischen UniCredit und der Commerzbank wird rauer. Direkte Gespräche der Bankchefs brachten keine Einigung. Nun wendet sich das Mailänder Institut direkt an die Frankfurter Aktionäre. Das Mittel der Wahl: eine umfangreiche Präsentation voller scharfer Kritik.
Harte Vorgaben für den Alleingang
UniCredit wirft dem DAX-Konzern operative Schwäche vor. Die Commerzbank sei gemessen an ihren Fundamentaldaten überbewertet. CEO Andrea Orcel skizziert in seinem Plan zwei Wege. Bleibt die Commerzbank eigenständig, fordert er drastische Einschnitte in das Geschäftsmodell.
Der Nettogewinn soll bis 2028 auf rund 5,1 Milliarden Euro steigen. Dafür verlangt Orcel unter anderem den Abbau von 7.000 Vollzeitstellen in Deutschland. Im Gegenzug erwarten die Mailänder eine deutlich höhere Eigenkapitalrendite als das Frankfurter Management in seinen eigenen Plänen vorsieht.
Lockmittel Fusion und politische Gegenwehr
Im Fusionsfall verspricht UniCredit ein weitaus lukrativeres Bild. Ein Zusammenschluss mit der deutschen Tochter HVB soll einen nationalen Marktführer formen. Das Ziel: Ein Nettogewinn von 8,5 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite der kombinierten Einheiten soll dabei auf über 30 Prozent klettern.
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Die Commerzbank weist diese Darstellungen scharf zurück. Das Management spricht von einer irreführenden und feindlichen Taktik. Rückendeckung kommt aus Berlin. Das Bundesfinanzministerium lehnt eine Übernahme der systemrelevanten Bank weiterhin strikt ab.
Aktie trotzt dem Streit
Anleger lassen sich von der verbalen Eskalation nicht aus der Ruhe bringen. Die Commerzbank-Aktie notiert aktuell bei knapp 36 Euro und behauptet damit ihr starkes Plus von rund 55 Prozent auf Jahressicht. Der Abstand zum jüngsten Jahreshoch bleibt gering.
Die nächste Hürde wartet in Italien. Am 4. Mai stimmen die UniCredit-Aktionäre über die nötige Kapitalerhöhung ab. Lehnen sie ab, platzt das Übernahmeszenario. Wenige Tage später, am 8. Mai, präsentiert die Commerzbank ihre neuen Quartalszahlen und ihren eigenen Strategieplan.
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