Der Kurs der Commerzbank liegt deutlich über dem Angebot der UniCredit. Trotzdem reichen Anleger Millionen von Aktien bei den Italienern ein. Das Management in Frankfurt wehrt sich nun massiv gegen die drohende Übernahme.

Widerstand in Frankfurt

Die Führung der Commerzbank lehnt die Fusion strikt ab. Der Vorstand setzt auf eine eigenständige Strategie. Er will die internen Finanzziele anheben. So soll der Marktwert der Bank ohne fremde Hilfe steigen. Ein freundliches Abkommen scheiterte bereits im Vorfeld. Die Frankfurter sehen in dem Deal reine Wertvernichtung.

Aufsicht schaltet sich ein

Inzwischen eskaliert der Konflikt weiter. Die Commerzbank hat die Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet. Die Behörde soll bestimmte Vorgänge rund um das Tauschangebot prüfen. UniCredit versucht aktuell, den eigenen Anteil auf über 30 Prozent auszubauen. Das Angebot läuft seit Mai auf Hochtouren. Paradoxerweise wandern viele Papiere dorthin, obwohl der Marktpreis höher liegt.

Starke Kursentwicklung

Am Aktienmarkt zeigt sich das Papier unbeeindruckt vom Übernahmestreit. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 36,76 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 1,63 Prozent. Damit rückt das Jahreshoch wieder in greifbare Nähe. Die wichtigsten Chartmarken im Überblick:

  • Widerstand: Das 52-Wochen-Hoch bei 38,15 Euro blockiert den Weg nach oben.
  • Unterstützung: Der 50-Tage-Durchschnitt bei 35,65 Euro sichert den Kurs ab.
  • Trend: Der Kurs notiert gut drei Prozent über dieser wichtigen Linie.

Die kommende Woche bringt weitere Klarheit. Investoren warten auf die ersten Ergebnisse der BaFin-Prüfung. Parallel dazu veröffentlichen die Italiener neue Zahlen zur Andienungsquote. Fällt diese Quote überraschend hoch aus, steigt der Druck auf das Frankfurter Management enorm.