Die Commerzbank setzt zumindest auf dem Börsenparkett nun ihre Erholung fort und steigt am Dienstag bislang um 2,24 % auf 37,22 Euro. Damit hat das Papier die Verluste der Vorwoche nahezu aufgeholt. Während die Aktie auf Wochensicht nur noch 0,11 % im Plus liegt, beträgt der Abstand zum durchschnittlichen Analystenkursziel inzwischen weniger als 7 %.
Die aktuelle Nachrichtenlage wird vor allem durch die Haltung von UniCredit bestimmt. Mehrere Marktberichte der vergangenen Tage beschäftigen sich mit der Frage, wie die Italiener ihre Beteiligung weiterentwickeln wollen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass UniCredit an ihrem Engagement festhält, obwohl der Markt inzwischen deutlich kritischer auf die Erfolgsaussichten einer vollständigen Übernahme blickt.
Übernahme oder nicht. Die Börsen sind nicht mehr ganz so skeptisch!
Für Anleger ist dabei besonders relevant, dass die Commerzbank inzwischen oberhalb vieler historischer Bewertungsniveaus handelt. Das Papier notiert nahe dem oberen Ende seiner Einjahresspanne von 26,23 Euro bis 38,40 Euro. Dennoch bleibt die Analystengemeinde überwiegend konstruktiv.
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Barclays bestätigte Ende Mai die Einstufung „Overweight“ und bekräftigte das Kursziel von 42 Euro. Das Haus verweist auf die verbesserte Ertragslage der Bank. Gleichzeitig hob AlphaValue/Baader Europe nach einem aktualisierten Ausblick seine Erwartungen an die Commerzbank an. Die Konsenseinstufung liegt derzeit bei „Aufstocken“.
Die fundamentalen Prognosen liefern dafür die Grundlage. Analysten erwarten für 2026 einen Umsatz von 13,25 Milliarden Euro und für 2027 einen Anstieg auf 14,24 Milliarden Euro. Dabei soll der Nettogewinn von 3,27 Milliarden Euro auf 3,88 Milliarden Euro wachsen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis sinkt dadurch von 12 auf 9,76.
Ein weiterer Aspekt ist die Aktionärsstruktur. UniCredit hält inzwischen mehr als ein Drittel der Anteile und bleibt damit der dominierende externe Aktionär. Gleichzeitig wird am Markt diskutiert, ob ein klassisches Übernahmeangebot unter den aktuellen Rahmenbedingungen überhaupt ausreichend attraktiv wäre. Der steigende Aktienkurs erhöht die potenziellen Kosten einer Transaktion zusätzlich.
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