Die Commerzbank-Aktie notiert bei 36,98 Euro und gewann zuletzt vor diesem Wochenende noch einmal 0,74 %. Nach einem Jahresplus von 24,21 % diskutieren Marktteilnehmer derzeit jedoch zunehmend charttechnische Warnsignale. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung eines Bearish-Harami-Musters, das als mögliches Konsolidierungssignal gilt, wenn es um Chartanalysten geht.
Das Muster tritt häufig nach längeren Aufwärtsbewegungen auf. Genau eine solche Bewegung liegt bei der Commerzbank vor. Auf Monatssicht legte die Aktie um 5,00 % zu, auf Sicht von sechs Monaten um 9,15 %. Gleichzeitig nähert sich der Kurs weiterhin seinem 52-Wochen-Hoch von 38,30 Euro.
Zusätzliche technische Indikatoren liefern weitere Hinweise. Der Relative-Stärke-Index bewegt sich laut Marktbeobachtern auf erhöhtem Niveau und signalisiert eine überkaufte Situation. Gleichzeitig notiert die Aktie weiterhin deutlich über ihrem langfristigen Durchschnitt. Diese Kombination deutet auf einen intakten Trend hin, erhöht aber statistisch die Wahrscheinlichkeit zwischenzeitlicher Rücksetzer.
Der Trend aber könnte dennoch positiv bleiben – der Übernahmekrimi sorgt dafür
Besonders interessant ist dabei die Wechselwirkung mit dem UniCredit-Angebot. Klassische Chartmuster entfalten ihre Wirkung üblicherweise unter normalen Marktbedingungen. Bei der Commerzbank beeinflusst jedoch die Übernahmeofferte die Preisbildung zusätzlich. Dadurch entstehen Kursniveaus, die nicht allein aus fundamentalen oder technischen Faktoren erklärbar sind.
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Die operative Entwicklung liefert zudem robuste Daten. Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von 13,27 Milliarden Euro und einen Gewinn von 3,30 Milliarden Euro. Für 2027 werden 14,21 Milliarden Euro Umsatz und 3,87 Milliarden Euro Nettogewinn prognostiziert. Diese Zahlen erklären, weshalb viele Investoren Rücksetzer bislang zum Einstieg nutzen.
Hinzu kommt die laufende Revision der Gewinnschätzungen. Die in den Prognosegrafiken ausgewiesenen Erwartungen für die kommenden Jahre zeigen weiterhin steigende Gewinnannahmen. Gleichzeitig bestätigte die Bank zuletzt ihre starke Geschäftsentwicklung durch die Anhebung des Ausblicks für den Zinsüberschuss.
Also: Eigentlich spricht die Stimmung für die Aktie, gerade durch die Übernahme. Übertreiben speziell diese Chartanalysten?
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