UniCredit hat am 5. Mai 2026 die Angebotsunterlage für ihr Übernahmeangebot auf die Commerzbank veröffentlicht — zu Konditionen, die der Markt bereits abgestraft hat. Der implizierte Angebotspreis von rund 31,07 Euro je Aktie liegt knapp neun Prozent unter dem damaligen Börsenkurs. Mit aktuell 35,89 Euro notiert die Commerzbank-Aktie noch deutlicher darüber.
Aktionäre sollen abwarten
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank prüfen die Unterlagen derzeit und wollen anschließend eine begründete Stellungnahme gemäß § 27 WpÜG veröffentlichen. Bis dahin empfiehlt die Bank ihren Aktionären ausdrücklich, keine Maßnahmen zu ergreifen.
Das Angebot sieht einen reinen Aktientausch vor: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. UniCredit selbst rechnet nicht damit, mit diesem Schritt die Kontrollmehrheit zu erlangen. Die Annahmefrist läuft bis zum 16. Juni 2026, eine erweiterte Frist bis zum 3. Juli. Ein regulatorischer Abschluss wird frühestens 2027 erwartet.
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Commerzbank hält dagegen
Die Bank weist das Angebot scharf zurück. Der UniCredit-Plan sei vage, berge erhebliche Umsetzungsrisiken und bediene sich irreführender Darstellungen. Bisherige Gespräche hätten kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial über die eigenständige Strategie hinaus aufgezeigt.
Diese Strategie hat Substanz: Bis Ende des Jahrzehnts peilt die Commerzbank einen Nettogewinn von 5,9 Milliarden Euro an. Deutsche Bank Research hob das Kursziel nach soliden Quartalszahlen von 40 auf 42 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Benjamin Goy erhöhte seine ohnehin überdurchschnittlichen Schätzungen noch weiter.
Hauptversammlung als nächster Termin
Am 20. Mai 2026 tritt die Hauptversammlung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen die vorgeschlagene Dividende von 1,10 Euro je Aktie sowie eine Ermächtigung für weitere Aktienrückkäufe. Jeder operative Fortschritt, den die Commerzbank bis zum Ablauf der Annahmefrist vorweisen kann, erhöht die Hürde für UniCredit — denn der Kurs liegt bereits 15 Prozent über dem gebotenen Tauschwert.
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