Commerzbank Aktie: UniCredit bei 34,35 Prozent

UniCredit überspringt mit 34,35 Prozent die 30-Prozent-Hürde bei der Commerzbank und vermeidet so ein teureres Pflichtangebot.

Commerzbank Aktie
Kurz & knapp:
  • UniCredit überspringt entscheidende Beteiligungsschwelle
  • Teures Pflichtangebot für Commerzbank vermieden
  • Commerzbank-Aktie bleibt nahe am Jahreshoch
  • Angebotsfrist läuft bis Mitte Juni

Die Italienische Großbank UniCredit hat im Übernahmepoker um die Commerzbank eine entscheidende Marke geknackt. Mit nun 34,35 Prozent der Anteile liegt das Institut über der 30-Prozent-Schwelle – und umgeht damit die Verpflichtung zu einem deutlich teureren Pflichtangebot für alle ausstehenden Aktien. Der Widerstand von Vorstand und Bundesregierung bleibt. Ob er noch wirkt, ist offen.

Wie UniCredit die Marke übersprang

Commerzbank-Aktionäre haben UniCredit weitere 7,58 Prozent des Grundkapitals angedient. Zusammen mit den zuvor gehaltenen 26,77 Prozent kommt das Mailänder Institut nun auf einen rechnerischen Anteil von 34,35 Prozent. Das laufende freiwillige Übernahmeangebot läuft noch bis zum 16. Juni 2026: Anleger erhalten 0,485 UniCredit-Aktien pro Commerzbank-Papier – ein Umtauschverhältnis, das unter dem aktuellen Börsenkurs liegt. Für viele ist der Direktverkauf an der Börse daher lukrativer. Eine Verlängerung der Frist bis zum 3. Juli ist möglich.

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Kurs kaum verändert – Aktie dennoch nah am Hoch

Am Dienstag notierte das Commerzbank-Papier bei 37,24 Euro, praktisch unverändert zum Vortag. Mit einem Abstand von nur 1,35 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro bleibt die Übernahmefantasie der zentrale Kurstreiber. Der Widerstand von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sowie der deutschen Bundesregierung gegen eine Mehrheitsübernahme ändert daran bislang wenig – ihre Möglichkeiten, UniCredit am weiteren Zukauf zu hindern, sind begrenzt.

Bis zum 16. Juni entscheiden die Aktionäre über das Angebot. Sollte UniCredit die Beteiligung weiter ausbauen oder die Konditionen nachjustieren, dürfte die nächste Eskalationsstufe im Übernahmekampf eingeläutet sein.

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