Commerzbank: Orlopp plant zusätzliche Stellenstreichungen

Im Übernahmekampf mit der UniCredit plant die Commerzbank weitere Stellenstreichungen und eine verschärfte Strategie bis 2030.

Commerzbank Aktie
Kurz & knapp:
  • Verschärfter Sparkurs geplant
  • Zusätzlicher Stellenabbau verhandelt
  • Bafin stoppt UniCredit-Werbung
  • Analysten sehen Kurspotenzial

Im Abwehrkampf gegen die italienische UniCredit greift die Commerzbank durch. Vorstandschefin Bettina Orlopp plant einen verschärften Sparkurs. Ein weiterer Stellenabbau soll die Eigenständigkeit des Instituts sichern. Das Ziel: mehr Profitabilität und höhere Kurse.

Neue Strategie bis 2030

Das Management erarbeitet derzeit die Details der neuen Strategie 2030. Zentraler Baustein ist eine schrumpfende Belegschaft. Bereits im Vorjahr beschloss die Bank, bis 2028 rund 3.900 Vollzeitstellen abzubauen. Nun plant Orlopp zusätzliche Einschnitte.

Die genaue Zahl verhandelt der Vorstand aktuell mit den Arbeitnehmervertretern. Betriebsratschef Sascha Uebel erwartet mildere Kürzungen als unter italienischer Führung. UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte bei einer Fusion bis zu 7.000 wegfallende Jobs in Aussicht gestellt.

Bafin stoppt Werbekampagne

Parallel dazu eskaliert der Streit auf regulatorischer Ebene. Die Finanzaufsicht Bafin schritt am Freitag ein. Sie untersagte der UniCredit per Bescheid eine unzulässige Werbekampagne gegen die Commerzbank.

Die Italiener hatten zuvor Anzeigen auf LinkedIn geschaltet. Darin spekulierten sie über die wirtschaftliche Lage der Frankfurter. Die Behörde wirft der Bank vor, die Aktionäre illegal zu beeinflussen. Verstößt die UniCredit dagegen, drohen ihr Bußgelder.

Analysten sehen Kurspotenzial

An der Börse stützen Analysten den Abwehrkampf der Bank. Die Investmentbank RBC hob ihr Kursziel auf 43 Euro an. Die Experten vergeben das Rating „Outperform“. Auch Barclays sieht mit einem Ziel von 42 Euro weiteres Potenzial.

Aktuell notiert die Commerzbank-Aktie bei 33,94 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier knapp sechs Prozent. Auf Jahressicht steht allerdings ein sattes Plus von 44 Prozent auf der Kurstafel. Das verschafft dem Management etwas Luft.

Am 8. Mai präsentiert die Bank ihre neuen Ziele. Zeitgleich veröffentlicht das Institut die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen liefern das Fundament für die nächste Hauptversammlung. Sie entscheiden faktisch darüber, ob die Aktionäre den Sparkurs von Bettina Orlopp mittragen oder das Übernahmeangebot aus Mailand annehmen.

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