Der US-Energiekonzern Constellation Energy hat eine langfristige Stromabnahmevereinbarung mit Toyota geschlossen. Der Automobilhersteller sichert sich über einen Zeitraum von 15 Jahren Zertifikate für erneuerbare Energien aus dem Solarprojekt Milano. Die Vereinbarung wird über die konzerneigene Plattform Constellation Offsite Renewable abgewickelt und umfasst eine geplante Solarkapazität von mehr als 115 Megawatt.

Mit dem Abschluss setzt das Unternehmen seinen Kurs fort, Großkunden aus der Industrie mit bilanziell sauberem Strom zu versorgen. Der kommerzielle Betrieb des Milano-Solarprojekts soll nach Unternehmensangaben im September 2027 aufgenommen werden. Für Constellation festigt der Kontrakt mit dem japanischen Automobilkonzern die langfristigen Ertragsaussichten im Geschäft mit regenerativen Versorgungslösungen abseits des regulierten Standardmarkts.

Rückenwind durch positive Analystenstudie

Unterstützung erhält der Titel zudem von Analystenseite. Morgan Stanley hob am 18. September das Kursziel für die Anteilsscheine von 364 $ auf 369 $ an und bestätigte zeitgleich die Einstufung mit „Buy“. Die Experten sehen für das Papier damit weiterhin deutlichen Spielraum nach oben.

Medienberichten zufolge stand der Kurs des Stromerzeugers Mitte des Monats unter Druck. Zwischen dem 9. und 18. September verbuchte der Titel an der US-Börse einen Rückgang um 13 Prozent auf 254,71 $.

Marktbeobachter machten dafür steigende Anleiherenditen sowie Angebotsüberhänge im Umfeld des Wettbewerbers Calpine verantwortlich. An der grundsätzlich optimistischen Haltung der Wall Street änderte die Schwächephase jedoch wenig: Der breite Analystenkonsens weist ein durchschnittliches Preisziel von 349 $ aus.

Akquisitionen und Vorbörse im Blick

Die jüngste Vereinbarung fügt sich in eine Phase aktiver Portfoliomaßnahmen ein. Am 10. September vereinbarte Constellation Energy die Übernahme von RISEC Holdings von Shell Energy North America für 715 Millionen $.

Nach Abzug von Steuervorteilen im ersten Jahr beläuft sich der Kaufpreis für das 609 Megawatt starke Gaskombikraftwerk auf 580 Millionen $. Der Vollzug der Transaktion im Netzgebiet ISO New England wird für das erste Quartal 2027 erwartet und soll nach Unternehmensangaben sofort ergebniswirksam sein.

Auch aus den eigenen Führungsetagen kamen zuletzt Signale des Vertrauens. Bereits am 11. August hatte Director Roger W. Crandall insgesamt 1.500 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 278,62 $ erworben. Im vorbörslichen Handel zeigt sich das Papier stabil und notiert bei 229,65 Euro. Damit liegt der Wert allerdings seit Jahresanfang noch mit 25 Prozent im Minus.