Rüstungskonzerne erleben einen beispiellosen Boom. Bei der Czechoslovak Group (CSG) dominiert stattdessen die Defensive. Der tschechische Hersteller veröffentlichte eine zweite formelle Stellungnahme gegen den Leerverkäufer Hunterbrook Media. Das Research-Haus hatte zuvor einen weiteren kritischen Bericht publiziert.
Die Vorwürfe wiegen schwer. Hunterbrook zweifelt die Produktionskapazitäten für Munition, die Transparenz beim Börsengang und bestimmte Aktionärsvereinbarungen an. CSG weist die Darstellung strikt zurück. Das Management wirft dem Leerverkäufer vor, öffentlich zugängliche Informationen selektiv zu interpretieren. Das Ziel sei offensichtlich die Unterstützung einer Short-Position eines verbundenen Investmentvehikels. Den direkten Dialog mit Hunterbrook hat der Konzern mittlerweile abgebrochen.
Die Attacke hinterlässt tiefe Spuren im Chart. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 24 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell notiert das Papier bei 16,27 Euro. Vom Ausgabepreis von 25 Euro beim Börsendebüt im Januar ist die Aktie damit weit entfernt.
Fokus auf das Kerngeschäft
Um Vertrauen zurückzugewinnen, liefert das Management operative Fakten. Im abgelaufenen Quartal beglich das Unternehmen eine Forderung in Höhe von 275 Millionen Euro vollständig. Diese Summe stammt aus dem Verkauf von Randbereichen vor dem Börsengang. CSG hatte sich von den Sparten Mobility, Perazzi und Healthcare getrennt. Dieser Schritt soll die Struktur verschlanken und den Fokus voll auf Rüstung und Luftfahrt lenken.
Kapazitätsausbau und Ausblick
Operativ treibt der Konzern die Expansion voran. Neue Produktionslinien in der Slowakei sollen die jährliche Kapazität um 70.000 Schuss Munition erweitern.
An den Jahreszielen rüttelt der Vorstand nicht. Für 2026 peilt CSG Erlöse von bis zu 7,6 Milliarden Euro an. Die bereinigte operative Gewinnmarge soll bei rund 25 Prozent liegen.
Am 20. Mai präsentiert das Unternehmen die Ergebnisse für das erste Quartal. Investoren erwarten in der Telefonkonferenz konkrete Details zur aktuellen Auftragslage und eine erneute Bestätigung der Finanzprognose.
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