CureVac Aktie: Auffällige Muster?

Die vollständige Akquisition von CureVac durch BioNTech ist abgeschlossen. Die Aktiennotierung wurde eingestellt, die Technologie wird nun in die Krebsforschung des Mainzer Konzerns integriert.

CureVac Aktie
Kurz & knapp:
  • Notierung der CureVac-Aktie im Januar 2026 beendet
  • BioNTech zahlt rund 1,25 Milliarden Dollar für Übernahme
  • Zugriff auf mRNA-Technologie und Produktionsplattformen
  • Strategische Fokussierung auf Onkologie-Entwicklung

Das Kapitel CureVac als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen ist endgültig geschlossen. Nach der vollständigen Übernahme durch BioNTech wurde die Notierung an der Nasdaq bereits Mitte Januar eingestellt. Für Anleger stellt sich nach diesem historischen Schnitt in der deutschen Biotech-Landschaft die Frage, wie die Integration der Technologie unter dem neuen Dach voranschreitet.

Die Papiere von CureVac wurden am 16. Januar 2026 offiziell von der Nasdaq genommen. Damit fand die Übernahme durch den Mainzer Konkurrenten BioNTech ihren Abschluss, nachdem die rechtliche Verschmelzung bereits am 6. Januar vollzogen wurde. BioNTech agiert nun als alleiniger Eigentümer der CureVac Merger B.V. Der reine Aktiendeal bewertete das Unternehmen mit rund 1,25 Milliarden Dollar, was einem Preis von 5,46 Dollar pro Aktie entsprach – ein Aufschlag von 55 Prozent auf den damaligen Durchschnittskurs.

Details zur Abwicklung

BioNTech hatte den Abschluss der Akquisition im Dezember 2025 verkündet. Im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots wurden rund 86,75 Prozent aller ausstehenden CureVac-Aktien angedient. Die verbliebenen Anteile gingen im Januar 2026 durch einen sogenannten Squeeze-out in den Besitz der Mainzer über.

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Das Umtauschverhältnis lag bei 0,05363 BioNTech-ADS für jede CureVac-Aktie. Für Aktionäre, die das ursprüngliche Tauschangebot verstreichen ließen, hatte der Prozess einen finanziellen Nachteil: Auf die im Squeeze-out zugeteilten BioNTech-Anteile fiel eine 15-prozentige niederländische Dividendenquellensteuer an – eine Belastung, die Teilnehmern des regulären Angebots erspart blieb.

Strategischer Mehrwert für BioNTech

Im Zentrum der Transaktion steht die Konsolidierung der mRNA-Technologie. BioNTech sichert sich durch den Kauf Zugriff auf das geistige Eigentum, die Fertigungsanlagen in Tübingen sowie die Onkologie-Pipeline von CureVac. Besonders die proprietäre „RNA Printer“-Plattform zur mRNA-Produktion und Algorithmen zur Antigen-Identifizierung sollen die eigenen Kapazitäten ergänzen.

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Aus den letzten verfügbaren Finanzdaten von CureVac (Q3 2025) ging hervor, dass das Unternehmen über liquide Mittel von 416,1 Millionen Euro verfügte. Zudem wurde ein operatives Ergebnis von 310,2 Millionen Euro ausgewiesen, das jedoch maßgeblich durch Einmaleffekte aus Rechtsstreitigkeiten und Lizenzanpassungen verzerrt war.

Ausblick: Fokus auf Krebstherapien

Die Technologie aus Tübingen ist ab sofort nur noch indirekt über ein Investment in BioNTech zugänglich. Während die ehemalige Führungsriege von CureVac im Zuge des Closings zurückgetreten ist, treibt BioNTech die Integration der Assets voran. Der strategische Fokus liegt dabei auf der Stärkung der mRNA-basierten Krebsforschung und bispezifischen Antikörpern, um im globalen Wettbewerb durch Skaleneffekte und gebündeltes Know-how zu bestehen.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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