D-Wave: 100 Millionen aus CHIPS Act mit Verwässerung

D-Wave erhält 100 Millionen Dollar vom US-Handelsministerium, gibt dafür aber Aktien aus. Die Börse reagiert mit Kursgewinnen, trotz Verwässerung für Aktionäre.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • 100 Millionen Dollar Förderung aus Washington
  • US-Regierung erhält Aktien als Gegenleistung
  • Aktie steigt trotz Verwässerungsrisiko stark
  • Umsatz bricht ein, Aufträge explodieren

D-Wave Quantum sichert sich eine dreistellige Millionensumme aus Washington. Die Börse feiert den Geldregen mit massiven Kursgewinnen. Ein genauer Blick auf die Vertragsdetails offenbart allerdings einen teuren Preis. Der US-Staat wird zum Aktionär.

Das US-Handelsministerium plant eine Förderung von 100 Millionen US-Dollar. Das Geld stammt aus dem bekannten CHIPS and Science Act. D-Wave erhält die Summe jedoch nicht als reinen Zuschuss. Im Gegenzug muss der Quantencomputer-Spezialist Stammaktien im exakt gleichen Wert an die Regierung ausgeben. Washington sichert sich damit eine Minderheitsbeteiligung. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine spürbare Verwässerung ihrer Anteile.

Kursexplosion mit hoher Volatilität

Die Investoren blenden das Verwässerungsrisiko vorerst aus. Am Freitag schoss die Aktie um gut 13 Prozent auf 25,04 Euro nach oben. Auf Wochensicht steht damit ein sattes Plus von knapp 43 Prozent auf der Anzeigetafel.

Die Schwankungsbreite bleibt dabei enorm. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 148 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei rund 38 Euro ist das Papier aktuell noch gut 34 Prozent entfernt.

Ehrgeizige Ziele treffen auf rote Zahlen

Mit dem frischen Kapital will D-Wave seine technologische Roadmap beschleunigen. Das Ziel: ein Annealing-System mit 100.000 Qubits. Parallel dazu treibt der Konzern ein Gate-Model-System mit 10.000 Qubits voran.

Der jüngste Quartalsbericht lieferte ein extrem gemischtes Bild. Der Umsatz brach um 81 Prozent auf 2,9 Millionen US-Dollar ein. Im gleichen Schritt explodierten die Auftragseingänge auf über 33 Millionen US-Dollar.

Das finanzielle Polster für die weitere Entwicklung ist immerhin dick. Die Barreserven und Wertpapiere summierten sich Ende März auf über 588 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust lag im ersten Quartal bei gut 18 Millionen US-Dollar.

Der Deal mit Washington ist rechtlich noch nicht bindend. D-Wave muss erst finale Verträge unterzeichnen und konkrete technische Meilensteine erreichen. Scheitern die Verhandlungen, fließen keine Fördergelder. Sobald die endgültigen Ausgabebedingungen der neuen Aktien feststehen, wird der Markt den wahren Preis dieser Staatshilfe neu bewerten.

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