D-Wave: 13,1-Prozent-Sprung vor Investor Day

D-Wave Quantum präsentiert sich auf mehreren Konferenzen und lädt zum ersten Investor Day. Die Aktie zeigt sich vor den Terminen mit Rückenwind.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Erster Investor Day in der Firmengeschichte
  • Buchungen steigen um knapp 2000 Prozent
  • Umsatz bleibt hinter den Erwartungen zurück
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 20 Prozent

Eine ereignisreiche Woche steht bevor. D-Wave Quantum präsentiert sich auf gleich drei Investorenkonferenzen und lädt zum ersten Investor Day in der Unternehmensgeschichte. Die Quantencomputing-Aktie kommt mit Rückenwind in die entscheidenden Tage.

Der Kurs schloss am Freitag bei 25,04 Euro – ein Plus von 13,1 Prozent an einem Tag, drei Gewinntage in Folge. Die Spannbreite der Handelssitzung reichte von 26,11 bis 31,55 Dollar, ein typisches Bild für den hochvolatilen Titel. Das 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro liegt allerdings noch 35 Prozent entfernt.

Terminkalender voll, Bühne bereitet

Management tritt am 28. Mai auf der TD-Cowen-Tech-Konferenz in New York auf, gefolgt von der Baird-Konferenz am 3. Juni. Am 1. Juni steigt der erste Investor Day an der New Yorker Börse. D-Wave will dort seine Dual-Platform-Strategie erläutern, den Weg zu fehlerkorrigierten Gate-Modellen und die Rolle von Quantencomputing in energieeffizienter KI. Die Finanzstrategie soll den Pfad zu nachhaltigem Wachstum und Profitabilität aufzeigen.

Am 18. Juni folgt Qubits Europe 2026 in London – ein ganzer Tag mit Live-Demos, echten Anwendungen und Partner-Pitches.

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Buchungen explodieren, Umsatz enttäuscht

Die Q1-Zahlen im April hatten den Markt gespalten. Die Buchungen schossen auf 33,4 Millionen Dollar hoch – ein Anstieg von knapp 2000 Prozent. Zwei Großaufträge trieben das Wachstum: ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University und ein zehn Millionen Dollar schwerer QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern.

Der erkannte Umsatz lag dagegen bei nur 2,86 Millionen Dollar – weit unter den erwarteten 4,22 Millionen, ein Rückgang von 81 Prozent zum Vorjahr. Wiederkehrende Umsätze stiegen immerhin um 15 Prozent, Dienstleistungsumsätze um 26 Prozent. Management erwartet für Q2 ein bescheidenes Wachstum, die zweite Jahreshälfte soll stärker werden.

Die Auftragsbestände (RPO) lagen bei 42,4 Millionen Dollar, gut 71 Prozent davon sollen in den nächsten zwei Jahren als Umsatz verbucht werden. Die Bilanz ist solide: 588 Millionen Dollar in Cash und Wertpapieren – 93 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Analysten uneins, technische Signale gemischt

16 Analysten prognostizieren für 2026 Umsätze von 43,4 Millionen Dollar, ein Plus von 248 Prozent. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,17 Dollar – rund 20 Prozent über dem Freitagsschluss. Das Rating: „Strong Buy“.

TipRanks‘ KI-Analyst warnt indes vor schwacher Finanzperformance und anhaltendem Cash-Burn. Die operativen Verluste von 46,8 Millionen Dollar im Quartal sind fast zehnmal so hoch wie vor einem Jahr. Die Aktienzahl wuchs seit Beginn der KI-Revolution um 226 Prozent.

Technisch hält die Aktie kurzfristige Kaufsignale, die Unterstützung liegt bei umgerechnet rund 22 und 20 Dollar. Ein Bruch darunter würde Verkaufssignale auslösen. Der MACD auf Drei-Monats-Basis zeigt bereits ein negatives Signal.

Mit dem Investor Day am 1. Juni hat das Management eine große Bühne, um die Kluft zwischen Buchungen und Umsatz zu erklären. Gelingt der Nachweis, dass der kommerzielle Durchbruch echt ist, könnte dies die nächste Kursbewegung auslösen.

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