D-Wave: 18.542 Aktien wegen Steuern einbehalten

D-Wave-Chef Baratz gibt Aktien zur Steuerbegleichung ab, nicht durch freien Verkauf. Aktie fällt dennoch deutlich.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Steuerbedingter Aktienabzug des CEO
  • Kein freier Verkauf am Markt
  • Aktie verliert über sieben Prozent
  • Investor Day Anfang Juni geplant

Bei D-Wave Quantum trifft eine sensible Meldung auf einen ohnehin nervösen Aktienkurs. CEO Alan E. Baratz hat Aktien abgegeben, allerdings nicht über einen freien Verkauf am Markt. Es ging um Steuern auf aktienbasierte Vergütung. Genau dieser Unterschied ist für die Einordnung wichtig.

Steuerabzug statt Insiderverkauf

Am 13. Mai wurden 18.542 Stammaktien einbehalten, um Steuerpflichten aus der Zuteilung von Restricted Stock Units zu begleichen. Der Vorgang wurde mit 22,35 Dollar je Aktie bewertet. Es handelt sich damit um eine automatische Abwicklung im Rahmen der Vergütung, nicht um eine aktive Verkaufsentscheidung des Vorstandschefs.

Nach der Transaktion hält Baratz direkt 3.299.771 Stammaktien. Darin enthalten sind 1.270.221 noch nicht unverfallbare Restricted Stock Units. Der CEO bleibt also weiterhin in erheblichem Umfang am Unternehmen beteiligt.

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Solche Meldungen können bei Wachstumswerten schnell für Verunsicherung sorgen. Besonders dann, wenn die Aktie ohnehin stark schwankt. In diesem Fall liegt der Fokus aber weniger auf einem möglichen Vertrauenssignal des Managements, sondern auf der technischen Behandlung fälliger Steuern.

Aktie bleibt unter Druck

Der Markt reagiert derzeit empfindlich. Am Freitag notiert die Aktie bei 17,50 Euro und verliert damit 7,18 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 27,09 Prozent.

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Das Bild bleibt trotzdem zweigeteilt. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Kurs noch klar im Plus, während die hohe Schwankungsbreite zeigt, wie spekulativ der Titel bleibt. Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage unterstreicht, dass der jüngste Erholungsversuch noch nicht stabil verankert ist.

Investor Day rückt näher

Die Aktienabgabe folgt kurz auf die Zahlen zum ersten Quartal, die D-Wave am 12. Mai vorgelegt hatte. Das Unternehmen verwies dabei auf eine zunehmende kommerzielle Nutzung seiner Quantentechnologie und auf Fortschritte bei Annealing- sowie Gate-Model-Systemen.

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 1. Juni will D-Wave seinen ersten Investor Day an der New York Stock Exchange abhalten. Dort dürften vor allem die technologische Roadmap und die Wachstumsstrategie im Mittelpunkt stehen. Nach der jüngsten Kursschwäche braucht der Markt vor allem belastbare Hinweise darauf, wie aus technologischer Aufmerksamkeit dauerhaft planbare Umsätze werden.

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