D-Wave liefert am Dienstag zwei Signale zugleich: Die Technik rückt näher an neue Anwendungen, die Kasse sinkt nach einem Zukauf. Im ersten Quartal meldet der Quantencomputing-Spezialist starke Nutzung seiner Systeme und einen Forschungsschritt bei Advantage2. Der Markt schaut damit nicht nur auf Wachstum, sondern auf die Frage, wie schnell aus Forschung belastbare Plattformen werden.
Advantage2 bekommt neue Rolle
Kern der technischen Meldung sind sogenannte Multi-Color-Annealing-Protokolle. Sie sollen bestimmte Gate-Model-Operationen auf dem kommerziell verfügbaren Advantage2-Annealing-System ermöglichen. Damit nähert D-Wave zwei Ansätze an, die im Quantencomputing oft getrennt betrachtet werden.
Die neuen Funktionen laufen bereits bei wichtigen Kunden. Sie dienen vor allem der Grundlagenforschung in der Quantensimulation. Forscher können damit Systeme modellieren, die klassische Rechner nur schwer abbilden.
Der Schritt passt zur Strategie nach dem Kauf von Quantum Circuits. D-Wave will Annealing-Systeme und Gate-Model-Technik nicht als getrennte Welten verkaufen. Das Ziel: eine breitere Plattform, die mehr Anwendungsfälle abdeckt.
Liquidität fällt nach Zukauf
Finanziell fällt zuerst die hohe Kassenposition auf. Zum Quartalsende lagen liquide Mittel und marktfähige Wertpapiere bei 588,4 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Plus von 93 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres ist der Puffer aber deutlich kleiner. Damals standen 884,5 Millionen Dollar in der Bilanz. Der Hauptgrund ist die im Januar vollzogene Übernahme von Quantum Circuits für 250 Millionen Dollar.
Das Management sieht weiter genug Spielraum für Forschung und Entwicklung. Das ist wichtig, weil D-Wave an Advantage, Advantage2 und der Integration der neuen Technik arbeitet. Die Kapitaldecke bleibt damit ein zentraler Teil der Investmentstory.
Nutzung zieht kräftig an
Operativ zeigt D-Wave mehr Zugkraft auf den Plattformen. Die Nutzung der Advantage2-Annealing-Systeme stieg im Jahresvergleich um 314 Prozent. Der hybride Stride-Solver legte in den vergangenen sechs Monaten um 114 Prozent zu.
Auch kommerziell meldet das Unternehmen Fortschritte. Ein QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Kunden hat ein Volumen von 10 Millionen Dollar. Dazu kam ein Systemverkauf an die Florida Atlantic University über 20 Millionen Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Diese Abschlüsse halfen, die Buchungen früh im Jahr über das gesamte Vorjahresniveau zu heben. Das ist ein starkes Signal. Es ersetzt aber noch nicht den Nachweis, dass die Nachfrage dauerhaft in planbare Erlöse übergeht.
Die Aktie hat diese Mischung aus Hoffnung und Skepsis bereits im Kurs. Am Dienstag liegt sie bei 20,59 Euro, ein Plus von 0,73 Prozent zum Vortag.
In den vergangenen 30 Tagen steht ein Anstieg von 65,45 Prozent. Der größere Chart bleibt uneinheitlich: Seit Jahresanfang notiert der Titel noch 14,24 Prozent im Minus.
Investor Day als nächster Prüfpunkt
Am 1. Juni lädt D-Wave zum ersten Investor Day an der New York Stock Exchange. Der Termin soll mehr Details zur Produkt-Roadmap bringen. Im Mittelpunkt stehen dabei Advantage3, Zielwerte für die Qubit-Zahl und der Zeitplan.
Wichtig wird auch die Integration der Dual-Rail-Qubit-Technik von Quantum Circuits. D-Wave will damit den Weg zu fehlerkorrigiertem Gate-Model-Quantencomputing im kommerziellen Maßstab skizzieren. Nach dem starken Kurslauf braucht die Aktie konkrete Meilensteine, nicht nur technische Schlagworte.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 12. Mai liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


