D-Wave: 33,4 Mio. Aufträge gegen 2,86 Mio. Umsatz

Quantencomputer-Spezialist D-Wave verzeichnet Rekordaufträge, leidet aber unter sinkenden Umsätzen und steigenden Verlusten. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht auf 2,86 Millionen ein
  • Nettoverlust steigt auf über 18 Millionen
  • Rekordauftragseingang von 33,4 Millionen
  • Liquidität nach Kapitalmaßnahme bei 580 Millionen

Ein Börsenwert von rund acht Milliarden US-Dollar steht einem Quartalsumsatz von nicht einmal drei Millionen Dollar gegenüber. Bei D-Wave Quantum klaffen technologische Fantasie und finanzielle Realität derzeit weit auseinander. Nach den jüngsten Geschäftszahlen ziehen Marktbeobachter extrem gegensätzliche Schlüsse aus der Entwicklung des Quantencomputer-Spezialisten.

Der Blick auf die Bilanz liefert Kritikern reichlich Munition. Der Umsatz brach im ersten Quartal dramatisch auf 2,86 Millionen US-Dollar ein. Parallel dazu weitete sich der Nettoverlust auf über 18 Millionen Dollar aus. Höhere Personalkosten und Integrationsaufwendungen trieben die operativen Ausgaben massiv in die Höhe. Kritiker ziehen bereits Parallelen zur Dotcom-Blase, da das Unternehmen selbst auf Basis künftiger Schätzungen extrem hoch bewertet bleibt.

Optimisten fokussieren sich auf die strukturellen Fortschritte. D-Wave verzeichnete einen Rekordauftragseingang von 33,4 Millionen US-Dollar. Heraus stechen ein Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie ein mehrjähriger Cloud-Vertrag mit einem US-Großkonzern. Hinzu kommt ein massiv gestärktes Finanzpolster. Nach der Transaktion rund um Quantum Circuits belaufen sich die liquiden Mittel auf über 580 Millionen Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Trotz der schwachen aktuellen Erlöse bleiben Analysten mehrheitlich positiv gestimmt. Mizuho senkte das Kursziel auf 29 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. An der Börse dominiert indes der Verkaufsdruck. Bei einem Kurs von 17,24 Euro hat das Papier auf Wochensicht über 15 Prozent eingebüßt. Die extrem hohe Volatilität spiegelt die tiefe Spaltung des Marktes wider.

Das Management geht nun in die Offensive. In den kommenden Tagen präsentiert sich D-Wave auf mehreren Investorenkonferenzen in Boston und New York. Am 1. Juni folgt der erste offizielle Investor Day an der New Yorker Börse. Dort wird der Vorstand die technologische Roadmap und die konkrete Strategie zur Umwandlung des Auftragsbestands in wiederkehrende Umsätze offenlegen.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu D-Wave Quantum

Über Felix Baarz 4508 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.