D-Wave: 81-Prozent-Umsatzeinbruch bei Rekordaufträgen

Trotz Rekordaufträgen und hohem Cash-Bestand leidet der Aktienkurs. Das Management startet eine Roadshow mit sechs Konferenzen und einem ersten Investor Day.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Management plant Roadshow an der Wall Street
  • Rekordaufträge bei massivem Umsatzminus
  • Erster Investor Day am 1. Juni
  • Analysten bleiben trotz Kurszielsenkungen optimistisch

Rekordaufträge auf der einen Seite, ein Umsatzeinbruch von 81 Prozent auf der anderen— D-Wave Quantum steht vor der Aufgabe, institutionelle Investoren davon zu überzeugen, dass diese Schere sich schließt. Das Management tritt dafür in den kommenden Wochen bei sechs Wall-Street-Konferenzen auf.

Der Kurs hat zuletzt deutlich gelitten. Mit einem Wochenminus von rund 14 Prozent und einem Rückgang von gut 27 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie bei 17,48 Euro— mehr als 54 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Der RSI von 30 signalisiert überverkaufte Bedingungen, die Volatilität liegt annualisiert bei über 110 Prozent.

Konferenzmarathon bis Mitte Juni

Das Programm ist dicht. Zwischen dem 14. Mai und dem 10. Juni nimmt D-Wave an Veranstaltungen von Needham, J.P. Morgan, Canaccord Genuity, TD Cowen, Baird und Rosenblatt teil. Den Höhepunkt bildet der erste Investor Day des Unternehmens am 1. Juni an der New York Stock Exchange— drei Stunden, in denen Management die Technologie-Roadmap, kommerzielle Fortschritte und den Weg zur Profitabilität skizzieren will.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Thematisch soll es um den Dual-Plattform-Ansatz gehen: annealing-basierte Quantencomputer auf der einen Seite, fehlerkorrigierte Gate-Modell-Systeme auf der anderen. Ferner plant das Unternehmen am 18. Juni in London die Nutzerkonferenz Qubits Europe 2026.

Bookings gegen Umsatz

Der Kern des Problems ist bekannt. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz massiv ein, während die Auftragseingänge mit 33,4 Millionen Dollar einen Rekordwert erreichten. Zwei Deals stützen diese Zahl: ein Advantage2-System für die Florida Atlantic University im Wert von 20 Millionen Dollar sowie ein zweijähriger QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern über 10 Millionen Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Das Unternehmen hält 588 Millionen Dollar Cash und ist schuldenfrei— eine komfortable Ausgangslage, die aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass die Verluste anhalten. Für das zweite und dritte Quartal erwartet das Management jeweils einen Verlust von 0,08 Dollar je Aktie, bei Umsätzen von 6,3 beziehungsweise 12,9 Millionen Dollar.

Analysten bleiben konstruktiv

Die Q1-Zahlen haben Kursziele gekostet, nicht aber die Kaufempfehlungen. Mizuho senkte das Ziel auf 29 Dollar, behält aber ein Outperform-Rating. Canaccord Genuity reduzierte auf 41 Dollar, hält ebenfalls an Buy fest. Der Analystenkonsens liegt bei einem Kursziel von 35 Dollar— alle 13 abdeckenden Häuser empfehlen den Kauf, keines rät zum Verkauf.

Der J.P.-Morgan-Auftritt in Boston war für den 20. Mai geplant und damit die erste Gelegenheit des Managements, nach dem Kursrutsch direkt mit institutionellen Investoren zu sprechen. Ob der Investor Day am 1. Juni die entscheidende Neubewertung auslöst, hängt davon ab, wie überzeugend D-Wave den Weg von Rekordaufträgen zu wiederkehrendem Umsatz darstellen kann.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu D-Wave Quantum

D-Wave Quantum Jahresrendite