D-Wave Quantum trommelt unermüdlich für seine Technologie. Das Management tourt seit Wochen über Investorenkonferenzen. Die Börse quittiert diesen Einsatz aktuell mit spürbarer Zurückhaltung.

Heute präsentiert sich die Führungsriege auf dem Rosenblatt Technology Summit. Es ist der vorläufige Abschluss eines intensiven Konferenz-Marathons. Zuvor sprach das Team bereits bei JPMorgan und TD Cowen. Das Ziel: institutionelle Anleger von der kommerziellen Quanten-Strategie überzeugen.

Der breitere Sektor kämpft derweil mit Gegenwind. Der jüngste Börsengang von Quantinuum sorgt für Unruhe und drückt auf die Bewertungen der etablierten Anbieter. Das spürt auch D-Wave.

Insider-Zuteilungen verpuffen

Anfang Juni sorgten Insider-Meldungen kurzzeitig für Euphorie. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder erhielten routinemäßige Aktienpakete. Die Folge: Der Kurs sprang deutlich nach oben.

Dieser Effekt ist längst verpufft. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert. Aktuell notiert die Aktie bei 20,06 Euro. Damit liegt sie fast die Hälfte unter ihrem Jahreshoch.

Analysten bleiben optimistisch

Hinter den Kulissen ordnet das Unternehmen seine Strukturen. Sharon Holt übernimmt nach der Hauptversammlung den Vorsitz des Aufsichtsrats. Auch die Ausschüsse für Vergütung und Cybersicherheit formieren sich neu.

Analysten lassen sich von der Kursschwäche nicht beirren. Sie empfehlen die Aktie weiterhin stark zum Kauf. B. Riley Securities hob das Kursziel kürzlich auf 40 US-Dollar an. Roth Capital sieht den fairen Wert auf dem gleichen Niveau. Stifel bestätigt ebenfalls die Kaufempfehlung.

Die nächste Bühne wartet bereits. Am 18. Juni lädt D-Wave zur Nutzerkonferenz nach London. Dort präsentiert der Konzern europäische Kundenprojekte und Live-Demonstrationen. Ein erfolgreicher Auftritt könnte den Fokus der Investoren wieder auf das operative Geschäft lenken.