D-Wave: Roadshow ab 20. Mai soll Verwässerungssorgen zerstreuen

Trotz stark gestiegener Bookings bricht der Umsatz von D-Wave ein. Das Management muss nun Investoren von der künftigen Erlösqualität überzeugen.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein
  • Bookings steigen auf 33,4 Millionen Dollar
  • Aktienanzahl binnen Jahresfrist stark gestiegen
  • Managementauftritte bei Investorenkonferenzen geplant

D-Wave geht in eine heikle Woche. Die Aktie fällt, obwohl die Auftragslage auf den ersten Blick stark aussieht. Der Kern des Problems: Nachfrage ist noch kein Umsatz. Genau das muss das Management nun an der Wall Street erklären.

Der Kurs liegt bei 16,04 Euro und verliert am Montag 8,26 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 21,33 Prozent.

Aufträge stark, Umsatz schwach

Im ersten Quartal brach der Umsatz um 81 Prozent auf 2,9 Millionen Dollar ein. Der Grund war schlicht: hochmargige Systemverkäufe aus dem Vorjahr fehlten diesmal.

Auf der anderen Seite stiegen die Bookings auf 33,4 Millionen Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen lagen bei 42,4 Millionen Dollar. Das zeigt Nachfrage, aber noch keine stabile Erlösbasis.

Beim Ergebnis gab es ein gemischtes Bild. D-Wave meldete einen Verlust je Aktie von 0,05 Dollar, erwartet worden waren 0,08 Dollar. Der Umsatz blieb dagegen unter der Prognose von 4,14 Millionen Dollar.

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Die Kasse ist kein akutes Problem. Nach der Übernahme von Quantum Circuits verfügte D-Wave über liquide Mittel und Wertpapiere von 588,4 Millionen Dollar. Strategisch erweitert der Zukauf das Unternehmen zu einem Anbieter mit zwei Quantenplattformen.

Verwässerung bleibt der wunde Punkt

Der Markt schaut nicht nur auf Technik und Aufträge. Er schaut auf die Zahl der Aktien. D-Wave korrigierte jüngst eine Angabe im Quartalsformular: Statt 366.737.601 waren 367.269.074 Stammaktien ausstehend.

Das ist technisch. Trotzdem trifft es einen sensiblen Punkt. Die ausstehenden Aktien stiegen binnen eines Jahres um rund 67 Prozent. Eine Shelf Registration über 330 Millionen Dollar lässt weiteren Spielraum für Kapitalaufnahmen.

Auch die QCI-Übernahme belastet diese Debatte. Sie umfasste eine Aktienkomponente von 300 Millionen Dollar. Für bestehende Aktionäre zählt daher nicht nur Wachstum, sondern auch dessen Preis.

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Termine erhöhen den Druck

Das Management tritt am 20. Mai bei der Technologiekonferenz von J.P. Morgan in Boston auf. Es folgen Canaccord Genuity am 21. Mai und TD Cowen am 28. Mai in New York. Mehrere Auftritte in kurzer Folge. Kein Wunder, dass der Ton wichtiger wird.

Die Botschaft muss klarer werden als im Quartalsbericht. Der Auftrag der FAU über 20 Millionen Dollar und ein Fortune-100-QCaaS-Deal über 10 Millionen Dollar zeigen kommerzielles Interesse. Sie zeigen aber auch Konzentrationsrisiken.

Große Einzeldeals können Bookings stark bewegen. Für eine höhere Qualität der Umsätze braucht D-Wave wiederholbare Nachfrage aus Quantum-Computing-Diensten. Genau dort entscheidet sich, ob der Auftragsbestand in planbare Erlöse übergeht.

Am 1. Juni folgt der erste Investorentag an der New York Stock Exchange. Dort will D-Wave Technologie, Vertrieb, die QCI-Integration und die Finanzstrategie erklären.

Das Management erwartet nun mindestens zwei Systemauslieferungen im Jahr 2026. Zuvor lag die Messlatte bei einem System pro Jahr. Genau diese Anhebung muss D-Wave nun mit belastbaren Umsätzen untermauern.

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