Das erste Börsenhalbjahr 2026 endet mit einem Dämpfer. Der DAX verlor am Freitag 1,29 Prozent. Auf Sicht der ersten sechs Monate bleibt den Anlegern ein mageres Plus von 0,54 Prozent. Der jüngste Rücksetzer resultiert aus einem globalen Stimmungsumschwung. Investoren meiden zunehmend zyklische Papiere und hoch bewertete Technologiewerte.
Tech-Werte unter Druck
Zalando und Salzgitter brachen vor dem Wochenende um rund sieben Prozent ein. Porsche und Schaeffler folgten mit drastischen Verlusten. Auch Infineon geriet stark unter Druck.
Der Chipkonzern spürt die wachsende Skepsis des Marktes. Zwar treiben Investitionen in Rechenzentren die Branche an. Marktteilnehmer zweifeln jedoch, ob Konsumenten die Preiserhöhungen der Tech-Riesen weiter mittragen. Defensive Werte zeigten sich im Kontrast dazu deutlich robuster.
Charttechnik sendet Warnsignale
Charttechnisch steht der deutsche Leitindex an einer wichtigen Schwelle. Mit dem Schlusskurs von 24.671 Punkten testet der DAX seine 50-Tage-Linie. Dieser gleitende Durchschnitt verläuft aktuell bei knapp 24.604 Punkten.
Fällt der Index nachhaltig unter diese Marke, drohen weitere Abgaben. Die nächste strategische Haltezone liegt im Bereich der 200-Tage-Linie bei rund 24.277 Punkten.
Auf dem Weg nach oben blockieren massive Widerstände. Die Marke von 25.100 Punkten erwies sich zuletzt als unüberwindbar. Mehrere Ausbruchsversuche scheiterten dort konsequent. Das Allzeithoch bei 25.507 Punkten aus dem Januar bleibt vorerst außer Reichweite.
Makro-Stresstest voraus
In der neuen Handelswoche richten Investoren den Blick auf die Konjunktur. Kurz gesagt: ein Stresstest. In Europa stehen vorläufige Inflationsdaten und Einzelhandelsumsätze an. Der Verbraucherpreisindex der Eurozone gilt als wichtiger Treiber für die künftige Zinspolitik der EZB.
Das eigentliche Highlight wartet in den USA. Wegen des Unabhängigkeitstages am Freitag veröffentlicht die US-Regierung den Arbeitsmarktbericht bereits am Donnerstag. Zuvor liefern die JOLTS-Daten am Dienstag erste Hinweise auf die Lage am US-Arbeitsmarkt.
Die Weichen für den Sommer stellen sich in den nächsten Tagen. Institutionelle Investoren schichten ihre Portfolios zum Halbjahr um. Liefert der US-Arbeitsmarkt am Donnerstag solide Zahlen, bleibt die Basis für eine Erholung intakt.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


