Unabhängige Lieferketten für Seltene Erden gewinnen für die westliche Industrie massiv an Bedeutung. Defense Metals treibt die technische Absicherung seines Wicheeda-Projekts in British Columbia voran. Das Ziel: Risikominimierung durch eine weitreichende Infrastrukturplanung.

Stromversorgung und Netzanbindung

Ein Kernpunkt ist die geplante Anbindung an das regionale Stromnetz. Eine 60 Kilometer lange Übertragungsleitung soll bis zu 35 Megawatt Wasserkraft direkt zum Minenstandort liefern. Diese Integration sichert eine stabile Energieversorgung und verbessert die CO2-Bilanz des Vorhabens. Ingenieursstudien und Umweltbewertungen für die Trasse laufen bereits.

Standortsuche für die Weiterverarbeitung

Das Management prüft derzeit den optimalen Standort für eine hydrometallurgische Anlage. Bisher galt Bear Lake in British Columbia als Favorit. Alternative Standorte in Kanada und den USA rücken indes in den Fokus. Die Entscheidung hängt von logistischen Vorteilen, staatlichen Förderprogrammen und der Nähe zu Endabnehmern ab. Metallurgische Daten aus einem 30 Tonnen umfassenden Pilotprogramm liefern die Basis für die technische Auslegung.

Finanzielle Unterstützung durch Staatsagenturen

Die staatliche Export Development Canada (EDC) stellte bereits eine mögliche Fremdkapitalfinanzierung in Aussicht. Das Interesse umfasst ein Volumen von bis zu 250 Millionen US-Dollar für die Entwicklung und den Bau der Mine. Die Regierung von British Columbia stufte das Vorhaben zudem als prioritär ein, was die Genehmigungsphasen beschleunigen dürfte.

Die kommende Machbarkeitsstudie (DFS) markiert den nächsten Meilenstein. Sie führt die Ergebnisse der Infrastrukturoptimierung und die Standortwahl der Verarbeitungsanlage zusammen. Davon hängt letztlich die finale Produktionsentscheidung ab, während der Markt die Preisentwicklung für Neodym-Praseodym genau beobachtet.